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12.08.2019

Kippot für ein angstfreies Judentum in München

Video: dpa

Die Zahl antisimitischer Straftaten ist in Bayern steigend. Der jüdische Aktivist Terry Swartzberg als Zeichen für ein angstfreies, fröhliches Judentum eine echt bayrische Kippa entworfen.

München, 12.08.19: Nach antisemitischen Angriffen in München hat der jüdische Aktivist Terry Swartzberg eine Kippa für die Landeshauptstadt entworfen. Die jüdische Kopfbedeckung soll Zeichen für ein "angstfreies, fröhliches Judentum" sein, wie der Wahlmünchner am Montag sagte. Die Kippa aus graufarbenem Filz ziert ein goldener Schriftzug "München", der von Stolpersteinen gerahmt ist. Swartzberg setzt sich seit Jahren für die Verlegung der kleinen Gedenktafeln in der Landeshauptstadt ein. O-TON Terry Swartzberg, Aktivist "Meine Vision ist für ein angstfreies, fröhliches Judentum von Juden und ihren Freunden, die sich in der Öffentlichkeit zeigen - mit Kippot, mit den T-Shirts, die wir herstellen lassen. Dass die Welt sieht, dass Juden keine Angst haben, keine Opferhaltung haben, keine Angst haben mmssen. Und deswegen freue ich mich auf jeden und jede, die ein Kippot anzieht und mit mir rausgeht in die Welt, in die Zivilgesellschaft, in München hinein und zeigt: Wir haben keine Angst und wir müssen keine Angst haben." Insgesamt 100 Stück produzierte Swartzberg, mehr als 50 Anfragen erreichten ihn bereits. Der gebürtige US-Amerikaner trägt seit sieben Jahren Kippa, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Nach Angaben der Polizei ist die Zahl antisemitischer Straftaten in Bayern kontinuierlich gestiegen, 219 Fälle waren es im vergangenen Jahr.

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