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01.02.2019

Lastwagen wird auf der A 7 bei Vöhringen geborgen

Video: Wilhelm Schmid

<p>Ein Lastwagen reißt eine Eiche um und bleibt erst in einem Wildschutzzaun hängen. Er muss aufwendig geborgen werden. </p>

Reisende, die am Freitagmorgen auf der Autobahn A 7 in Richtung Norden unterwegs gewesen sind, mussten viel Zeit einplanen. Der Grund war ein Lastwagen-Unfall, der sich bereits gegen 4.45 Uhr bei Vöhringen ereignete. Wie die Polizei berichtet, kam der 39-Jährige Lastwagenfahrer einer Berliner Spedition aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab. Nach etwa 50 Metern Fahrt über die Böschung riss der Lastwagen mit der Beifahrerseite des Führerhauses eine 40 Zentimeter starke Eiche am Waldrand um und kam am Wildschutzzaun zum Stehen. Aufgrund des Zusammenstoßes mit dem Baum wurde das Führerhaus an der Beifahrerseite stark beschädigt und die Seitenwand des Sattelaufliegers aufgeschlitzt. Der Fahrer hatte großes Glück: er blieb unverletzt, weitere Personen befanden sich nicht in dem Fahrzeug, teilt die Polizei mit.

Das 40 Tonnen schwere Fahrzeug war voll beladen mit Dosen eines österreichischen Brausegetränks. Rund 120 000 Dosen zu je einem Viertel Liter Flüssigkeit befanden sich in dem Wagen. Doch diese wären nun – nach dem Unfall – alle unbrauchbar, hieß es vor Ort. Weil schon kleinste Dellen in der Dose dazu führen, dass sich die Innenbeschichtung löst und so das Getränk verunreinigt werde. Die gesamte Fracht wird jetzt in einer Spedition in Memmingen aber noch einmal geprüft. Die Dosen mussten auf einen anderen Lastwagen umgeladen werden, um das Unfall-Fahrzeug später bergen zu können. Der rechte Fahrstreifen wurde nach Angaben der Polizei für mehr als sechs Stunden gesperrt. Und obwohl der Verkehr einspurig auf der linken Spur vorbei fließen konnte, kam es zu einem Rückstau, der fast bis nach Altenstadt zurück reichte. Auch die Umleitungsstrecken waren überlastet. Gegen 13 Uhr war das Umladen mit Stapler und von Hand in einen Ersatz-Lastwagen beendet – dann wurden Maschinenwagen und Sattelaufleger getrennt und von zwei Bergungsfahrzeugen in Schlepp genommen. Ab 14 Uhr war die Unfallstelle wieder freigegeben. Gegen den Fahrer wurde nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet, der Gesamtschaden wird auf rund 100 000 Euro geschätzt. (wis/az)

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