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09.09.2019

Lehrermangel: Studie präsentiert drastische Zahlen

Video: dpa

In Deutschland werden mehr Kinder geboren, die Grundschulen werden voller - aber es fehlen Lehrer. Die Bertelsmann-Stiftung hat neue, drastische Zahlen vorgelegt.

Gütersloh, 09.09.19: Volle Klassenzimmer und viel zu wenig Lehrer. So könnte es bald in vielen Grundschulen in Deutschland aussehen. Bis zum Jahr 2025 werden mindestens 26 000 Lehrkräfte fehlen. Das geht aus Prognosen einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Damit sei die Lage viel dramatischer, als bisher angenommen. Die zuständige Kultusministerkonferenz hatte im vergangenen Oktober noch einen Mangel von rund 15 000 Lehrern bis 2025 errechnet. Die Macher der Studie berufen sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom vergangenen Juni. Sie gehen für das Jahr 2025 von bis 3,3 Millionen Kindern zwischen 6 und 10 Jahren aus. Dies sei ein Plus von gut 168 000 Kindern zu den Zahlen der Kultusministerkonferenz. Grund sei neben steigenden Geburtenzahlen vor allem die Zuwanderung nach Deutschland. Die Folge: Es werden nochmal über 10 000 neue Lehrer mehr benötigt. Gewerkschaften fordern nun, den Numerus Clausus für das Lehramt abzuschaffen und die Zahl der Studienplätze für Lehramtsanwärter auszubauen. Die Ausbildung zum Lehrer dauert fünf bis sieben Jahre. Dirk Zorn ist Mit-Autor der Studie. Er sagt, dass dies "ein Weckruf" sei. Die Kinder, die 2025 in den Grundschulen lernen werden, seien bereits alle schon auf der Welt.

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