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03.10.2019

Merkel wirbt für Verständnis zwischen Ost- und Westdeutschen

Video: dpa

Im Westen hätten die meisten Menschen die Wiedervereinigung als Zuschauer erlebt, sagt die Kanzlerin am Tag der Einheit. Den Osten habe dagegen "die Wucht der Einigung" getroffen. Zum Einigsein müssten beide Seiten einander verstehen.

Kiel, 03.10.19: Knapp 30 Jahre nach dem Mauerfall hat Bundeskanzlerin Angela Merkel unterschiedliche Wenderfahrungen in Ost und West betont und für mehr gegenseitiges Verständnis geworben. Merkel sagte am Donnerstag beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Kiel: Zwar seien alle Deutschen heute "mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als zu jedem anderen Zeitpunkt nach der Vereinigung." Zur Bilanz nach 29 Jahren Wiedervereinigung gehöre aber auch, "dass sich die Mehrheit der Ostdeutschen in der Bundesrepublik als Bürger zweiter Klasse fühlt". Die staatliche Einheit sei vollendet. "Die Einheit der Deutschen, ihr Einigsein, das war am 3. Oktober 1990 noch nicht vollendet, und das ist es bis heute nicht." Viele Besucher des Einheitsfestes in Kiel wollten einen Blick auf die hochrangigen Politiker werfen: VoxPops "Meine Frau kommt aus dem Osten, ich komme aus dem Westen und von daher ist es etwas ganz Besonderes der Tag der deutschen Einheit." "Ja ich besuche den Tag der deutschen Einheit jedes Jahr, seit drei Jahren und freue mich immer wieder, das jeweilige Bundesland besuchen zu können." "Es ist ja nun auch was Besonderes Politprominenz und so. Man kennt sie eigentlich nur aus dem Fernsehen und meine Kinder wollten sie halt mal live sehen." "Hauptsächlich damit ich Unterschriften von Frau Merkel und Präsident Steinmeier bekomme. (Unterschriften? Wo willst Du die denn drauf haben?) Auf das Blatt Papier." "Ob sie das gut findet mit Fridays for Future oder nicht halt. Wie sie dazu steht zu dem Klima." Begonnen hatte die zentrale Feier mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kieler St. Nikolai Kirche, an dem neben Merkel auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble teilnahmen. Dabei riefen Kirchenvertreter zu Toleranz und Respekt in der Gesellschaft auf. Nur so könne das weitere Zusammenwachsen gelingen.

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