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11.09.2018

Milliardärssohn entführt: Landgericht in Gießen verhandelt

Video: dpa

Ein 48-jähriger Mann und bisher noch unbekannte Mittäter sollen den Sohn eines Milliardäres entführt haben und drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Die Übergabe scheiterte, stattdessen beginnt jetzt vor Gericht der Prozess.

Gießen, 11.09.18: Vor dem Landgericht Gießen hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Entführer des Milliardärssohns Würth begonnen. Am ersten Verhandlungstag wurde nur die Anklage verlesen. Demnach soll der 48-jährige Angeklagte im Juni 2015 mit noch unbekannten Mittätern einen behinderten Mann entführt haben - den erwachsenen Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth. Drei Millionen Euro Lösegeld haben die Entführer laut Anklage gefordert. Die Übergabe scheiterte aber und das Opfer kam unversehrt frei. Ob der Angeklagte in dem Prozess aussagen wird, ist noch offen. Nach seiner Festnahme im März hatte er die Tat jedenfalls bestritten. Der 48-Jährige war der Anklageschrift zufolge derjenige, der Kontakt zur Familie von Markus Würth aufgenommen und die Lösegeldforderung gestellt hatte. Nach der gescheiterten Geldübergabe soll der 48-Jährige den Aufenthaltsort des damals 50-Jährigen preisgegeben haben. Er wurde in einem Wald bei Würzburg an einem Baum gekettet gefunden. Motiv der Tat sollen Geldprobleme gewesen sein.

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