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11.07.2019

München: E-Tretroller im Visier der Polizei

Video: dpa

Seit fast einem Monat gibt es die E-Tretroller auf Deutschlands Straßen und die Zahl der Unfälle nimmt zu - auch wegen zu viel Alkohol im Blut. In München kontrolliert die Polizei gezielt Fahrer auf den Flitzern.

München, 11.07.19: Seit knapp einem Monat kann man in zahlreichen deutschen Großstädten mit E-Scootern durch die Straßen flitzen. Und immer mehr Menschen nutzen die elektrisch betriebenen Tretroller - nicht wenige mit einem gewissen Pegel. O-Ton Sven Müller, Polizei München "Was wir feststellen ist, es sind viele unterwegs, die Alkohol getrunken haben. Wir haben seitdem schon über 100 Fällen von Leuten Alkohol auf dem E-Scooter, zum Teil auch mit Drogen." Über 100 Fälle allein in München, wohlgemerkt. Was viele nämlich nicht wissen: Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. O-Ton Sven Müller, Polizei München "Fast alle verkehrsrechtlichen Bestimmungen für Kraftfahrzeuge gelten auch für E-Scooter und somit sind wir in der Ordnungswidrigkeit ab 0,5 Promille und bei einer Straftat ab 1,1 Promille. Bei einer Unfallbeteiligung schon ab 0,3. Das hat zum Teil gravierende Konsequenzen und das hat sich bei vielen noch nicht rumgesprochen." In der Münchener Innenstadt hat die Polizei am Mittwochabend nun gezielt E-Scooter-Fahrer kontrolliert. Slava aus Köln hat sich an das Gesetz gehalten. Er hat unter 0,5 Promille und darf weiterfahren. O-Ton Slava, E-Scooter-Fahrer "Wenn man schon was getrunken hat, dann ist das schon nicht so ganz cool. Prinzipiell würde ich mich aber schon freuen, wenn es erlaubt würde mit 0,5, mit 0,6 Promille zu fahren." Was die Polizisten an diesem Tag freut: Die meisten E-Scooter-Fahrer nutzen den Radweg - so wie es vorgeschrieben ist.

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