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02.09.2019

Nach Ostwahlen: Spitzenpolitiker fetzen sich beim Gillamoos

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Politischer Schlagabtausch auf dem Gillamoos-Volksfest im bayerischen Abensberg. CSU-Chef Söder will wissen, "was Sache ist", Juso-Chef Kühnert spricht von "politischem Gaffertum" und Grünen-Politikerin Schulze kauft Söder den Ökokurs nicht ab.

Abensberg, 02.09.19: Politischer Schlagabtausch auf dem Volksfest! Die SPD muss sich nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder trotz ihrer Suche nach einem neuen Parteichef wieder konstruktiver in der Bundesregierung einbringen. Er wolle wissen, "was Sache ist" sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei ihren Auftritten nahmen Spitzenpolitiker auch Stellung zu den Ergebnissen der beiden Landtagswahlen vom Sonntag in Sachsen und Brandenburg. Der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Kevin Kühnert, kritisierte ein "politisches Gaffertum" in Bezug auf die ostdeutschen Bundesländer. Man dürfe nicht nur über die Menschen in Sachsen und Brandenburg reden, wo die rechtspopulistische AfD jeweils zweitstärkste Kraft wurde. Vielmehr müsse man mit ihnen sprechen. Bayerns AfD-Landtagsfraktionschefin Katrin Ebner-Steiner sieht ihre Partei nach den Wahlerfolgen unaufhaltsam auf dem Vormarsch. AfD-Landeschef Martin Sichert bezeichnete die Partei gar als "die Partei der sozialen Gerechtigkeit". Die Grüne Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze hält indessen den Klimakurs von Söder nicht für glaubwürdig. Er gebe neuerdings gerne den Öko, komme einem aber vor wie ein Heiratsschwindler. Nach dem Einzug der Freien Wähler in den Brandenburger Landtag wünscht sich der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger eine Regierungsbeteiligung seiner Partei. "Ich hoffe, es gelingt auch den Freunden in Brandenburg, dass sie als Zünglein an der Waage akzeptiert werden", sagte Aiwanger in seiner Rede. Der Gillamoos ist einer der ältesten Jahrmärkte in Niederbayern und findet immer Anfang September statt. Am letzten Tag des fünftägigen Festes treten traditionell Spitzenpolitiker parallel in Bierzelten auf, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt sind. Nach dem politischen Aschermittwoch ist dies das größte Politikspektakel in Niederbayern. Mehr als 250 000 Besucher strömen jedes Jahr auf das Volksfest.

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