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11.10.2019

Niedersachsen: frisch gepflücktes Laub auf dem Teller

Video: dpa

Nur weil es Unkraut genannt wird, heißt es nicht, dass man es nicht essen kann. Das beweist der Holländer Fritz Deemter in seinem "Essgarten" in Niedersachsen.

Winkelsett, 08.10.19: In Winkelsett in Niedersachsen betreibt der Physiotherapeut Fritz Deemter einen "Essgarten". Doch was genau ist das? O-Ton Frits Deemter, Gärtner "Hier kann man von jedem Baum, jedem Strauch, die man sieht, auf 2,5 Hektar, über 1200 Arten, einen Teil von der Pflanze essen. Deswegen ist der logische Name "Essgarten". Frits Deemter liebt es, seine Gäste zu überraschen. Deshalb serviert er Blumen wie Kamelie oder Taglilien - oder frisch gepflücktes Laub. In Deemters Garten ist vermutlich eine der bundesweit größten Sammlungen essbarer Sträucher, Gehölze und Blumen zu finden. O-Ton Frits Deemter, Gärtner "Die exotischsten sind, denke ich: die Indiana Banane mit einem tropischen Geschmack, japanischer Rosinenbaum, wobei die Stiele der Frucht einen Rosinengeschmack haben. Nashi-Birnen haben wir. Und unterirdisch haben wir Trüffel im Angebot." Zu den Gästen an diesem Abend gehört Gisela Meyer aus Westerstede, die mit ihrer Familie an einem der langen Tische Platz genommen hat. Sie ist offen für Ungewöhnliches und kostete Gebäck auf einem Lindenblatt. O-Ton Gisela Meyer, aus Westerstede "Man muss sich wirklich überwinden. Das ist eine Kopfsache. Mein Mann hat es nicht gegessen, ich habe es probiert. Wenn man zum Schluss es so ein bisschen isst ohne den Teig oben drauf, dann wird es ein bisschen fest, aber es gibt eine ganz pikante Note. Das war sehr interessant." Jedes Jahr kommen rund tausend Besucher in seinen Garten. Demnächst will Frits Deemter seinen Job als Physiotherapeut an den Nagel hängen und sich nur noch seinem Garten widmen.

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