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19.06.2019

Noch nie so viele Flüchtlinge und Vertriebene weltweit

Video: dpa

Immer neue Krisen, keine Lösungen: Die Zahl der Flüchtlinge weltweit wächst auf einen neuen Rekord. Es mangelt an Solidarität, meint der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks. Für Deutschland hat er großes Lob.

Genf, 19.06.19: Weltweit gibt es so viele Flüchtlinge und Vertriebene wie nie zuvor in der fast 70-jährigen Geschichte des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). Ende vergangenen Jahres lebten 70,8 Millionen Menschen fern ihrer Heimat. Sie sind vor Gewalt, Konflikten, Verfolgung oder Menschenrechtsverletzungen geflohen. Ein Jahr zuvor hatte das UNHCR die Gesamtzahl noch auf 68,5 Millionen Menschen geschätzt. Großes Lob spendete der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, der Bundesrepublik: "Deutschland ist ein Modell, das andere Länder kopieren sollten", sagte er. "Das Land hat Geld in die Integration gesteckt, und es widerlegt, dass diese Krise nicht zu managen ist." Bundeskanzlerin Angela Merkel habe zwar vielleicht einen hohen Preis für ihre Politik gezahlt, meinte Grandi. "Aber die Geschichte wird darüber urteilen, und ihre Politik wird als positiv in die Geschichte eingehen." Die größte Bürde tragen nicht die westlichen Länder, in denen viele Politiker heute von einer Krise sprechen, die nicht mehr zu bewältigen sei. Reiche Länder haben nach UNHCR-Angaben zusammen 16 Prozent der Flüchtlinge aufgenommen. Ein Drittel der Flüchtlinge weltweit habe Zuflucht in den ärmsten Ländern gefunden.

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