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12.10.2019

Ostsee-Fischer befürchten das Aus durch kleine Fangquoten

Video: dpa

Wenn die EU-Fischereiminister in Brüssel über die neuen Fangquoten für die Ostsee entscheiden, entscheiden sie zugleich über das Schicksal von Fischern. Für die Berufsverbände ist klar: Viele Betriebe verkraften keine Kürzungen mehr.

Stahlbrode/Fehmarn, 12.10.19: Die Ostsee-Fischerei blickt mit Bangen nach Brüssel, wo die EU-Fischereiminister voraussichtlich am Dienstag über die Fangquoten für 2020 entscheiden. Der Deutsche Fischerei-Verband befürchtet, dass viele Betriebe an der Ostseeküste die geplanten starken Kürzungen nicht mehr verkraften und pleitegehen. Der Heringsfang in der westlichen Ostsee soll um 71 Prozent reduziert werden. Beim östlichen Dorsch soll es einen Fangstopp geben, beim westlichen eine Senkung der Fangmenge um 68 Prozent. Der Fischer Ralph Krehl holt von seinem Arbeitsboot auf dem Deviner See, am Strelasund, in Sichtweite der Insel Rügen, ein Netz ein. Im vorigen Jahr hatte seine Fischereigenossenschaft in Stahlbrode noch neun Fischer, Anfang 2019 noch drei. Jetzt ist Krehl alleine, die Genossenschaft löste sich auf. Drei Viertel der Fischer leben von den Erträgen ihrer Stellnetze, der Rest fährt mit Schleppnetzen auf See. Davon wird der eine oder andere die Pläne der EU-Kommission wirtschaftlich nicht aushalten und aufgeben.

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