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16.10.2019

Proteste an Hamburger Uni gegen AfD-Mitbegründer Lucke

Video: dpa

Bernd Lucke wollte an der Universität Hamburg eigentlich eine Vorlesung über Makroökonomie halten. Dazu kam es nicht, da mehrere hundert Demonstranten den Hörsaal blockierten und die Veranstaltung verhinderten.

Hamburg, 16.10.19: Mehrere hundert Demonstranten haben an der Universität Hamburg die erste Vorlesung von AfD-Mitbegründer Bernd Lucke seit dessen Rückkehr an die Uni verhindert. Immer wieder riefen Aktivisten am Mittwoch in einem Hörsaal des Uni-Hauptgebäudes "Hau ab", einige bewarfen den Wirtschaftswissenschaftler mit Papierkugeln. Lucke konnte daher nicht wie geplant über das Thema Makroökonomik sprechen. Die Studierendenvertretung Asta hatte zuvor zu einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Uni aufgerufen, um unter anderem auf die Tragweite der politischen Handlungen Luckes hinzuweisen. O-TON Karim Kuropka, Erster Vorsitzender AStA, Universität Hamburg "Herr Lucke trägt mit durch die Gründung und seinen zweijährigen Parteivorsitz der AfD eine erhebliche Mitschuld an der gesellschaftlichen Spaltung mittlerweile hervorgerufen wird." Der Volkswirtschaftler und Euro-Kritiker Lucke war 2013 maßgeblich an der Gründung der AfD beteiligt und einer ihrer ersten Bundessprecher. Nachdem er 2015 im Streit um eine stärker nationalkonservative Ausrichtung der Partei von Frauke Petry als AfD-Bundessprecher abgelöst worden war, hatte er die Partei verlassen und in der Folge fremdenfeindliche und rechtsextreme Tendenzen angeprangert. O-TON Bernd Lucke, Professor für Makroökonomie, Universität Hamburg "Ich hab gekämpft gegen die rechtsextremen Stimmungen und bin überlegen, deshalb habe ich kein Verständnis gegen diese Proteste, die sich glaub ich grade gegen den Falschen richten." Am Montag hatte Lucke bereits eine erste kleinere Lehrveranstaltung gehalten.

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