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03.12.2019

Schweinepest: Erste Suchhunde für Wildschweinkadaver

Video: dpa

Wenn die Afrikanische Schweinepest kommt, müssen tote Wildschweine schnell im Wald gefunden und entfernt werden. Sonst verbreitet das Virus weiter. Im Saarland sind stehen die bundesweit ersten sechs geprüften Wildschweinkadaver-Suchhunde bereit.

Wadgassen-Friedrichweiler, 02.12.19: Jagdhund Otto (groß und braun) ist ein besonderer Suchhund: Er ist einer der ersten sechs Hunde in Deutschland, die im Saarland zum Wildschweinkadaver-Suchhund ausgebildet worden sind. Ihr Ziel: Wenn hier die Afrikanische Schweinepest ausbricht, sollen sie mit ihren geschulten Nasen möglichst schnell die toten Wildschweine im Wald aufspüren. O-TON Elisabeth Groß, Amtstierärztin "Das Virus ist in der Umwelt sehr stabil und lässt sich sehr leicht übertragen. Und aus diesem Grund ist die Kernaussage der Bekämpfungsmaßnahme halt das Auffinden toter Schweinekadaver oder Wildschweinkadaver im Wald, die Entsorgung, Desinfektion der Örtlichkeit, wo sie gelegen haben." Suchhündin Nelly (klein und beige-weiß gescheckt) wird mit einem Ortungsgerät ausgestattet. So kann nachvollzogen werden, wo die Hündin gerade ist und welche Gebiete schon abgesucht wurden. Die Afrikanische Schweinepest breitet sich immer weiter aus. Vor allem in Asien und Ostereuropa. Deutschland blieb bisher verschont. Aber Fälle in Polen nahe der brandenburgischen Grenze verstärken die Sorge vor einer Einschleppung. Das Saarland ganz im Westen der Republik richtet seinen Blick eher Richtung Belgien. Dort ist die Seuche im September 2018 nahe der luxemburgischen Grenze ausgebrochen. Die Kadaver-Suchhunde stehen nun für den Fall der Fälle bereit. Den speziellen Lehrgang mit Prüfung hat das Umweltministerium mit der Vereinigung der Saar-Jäger und einer privaten Hundeschule erarbeitet. Und bald kommen weitere Suchhunde hinzu.

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