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30.07.2019

Tiny House als XS-Eigenheim - Baustein gegen Wohnungsnot

Video: dpa

Minihäuschen sind gefragt. Sie brauchen nur wenig Platz und könnten ein kleiner Baustein gegen Wohnungsnot werden. Spezielle Siedlungen sollen entstehen. Ein Hersteller aus Hamm kommt mit der Fertigung kaum hinterher.

Leben in einer XS-Behausung. Luisa Alvegas ist Besitzerin eines Tiny House. Die kleine Wohnung auf Rädern ist für sie und Hund Stella das Zuhause. Die winzigen Häuschen kommen gerade ganz groß raus. Das Interesse an den mobilen Häuser hat ganz unterschiedliche Gründe: explodierende Mieten, Abenteuerlust oder einfach ein minimalistischer Lebensstil. O-Ton Luisa Alvegas, Tiny-House-Besitzerin "Prinzipiell hat mich so ein bisschen das Tiny-House-Fieber gepackt. Ich habe einfach gemerkt, dass ich im Leben einfach ein bisschen zu viel konsumiert habe immer und da einfach so ein bisschen wegzutreten, fand ich einfach eine sehr coole Erfahrung." Ein Hersteller im Hamm - die Schreinerei Tiny House Diekmann - hat seit drei Jahren die Auftragsbücher voll. Das 40-Personen-Team der Schreinerei hat sich spezialisiert auf die Kleinstwohnhäuser. Die Minis sind clever eingerichtet. Vieles wird mehrfach genutzt. O-Ton Stefan Diekmann, Heinz Diekmann GmbH "So im Schnitt hat jeder Deutsche so 45 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung. Im Tiny House habe ich 25 bis 28 Quadratmeter. Und da muss man bereit sein, sich natürlich auch ein bisschen zu verkleinern. Und Leute, die sich das vorstellen können, für die ist Tiny House natürlich eine Alternative. Wenn natürlich der Stellplatz passt. Das ist wichtig." Wer ein Tiny House als Eigenheim und festen Wohnsitz nutzen will, für den gelten dieselben Regeln wie bei einem Einfamilienhaus. Es braucht also Baugrund und eine Baugenehmigung. In vielen Kommunen ist die Neugier geweckt. Planungen für spezielle Tiny-House-Siedlungen laufen an. Ein Tiny House kostet im Schnitt zwischen 60 000 und 65 000 Euro.

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