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06.08.2019

Umstrittene Einsätze: Polizisten an Bord von Abschiebeflügen

Video: dpa

Wut, Resignation, Angst - wer abgeschoben wird, durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Für Polizisten, die die Abschiebeflüge begleiten, kein alltäglicher Einsatz.

Leipzig, 06.08.19: Zu diesem Teil des Flughafens Leipzig-Halle haben normale Passagiere keinen Zutritt. Hier liegt der Ausgangspunkt für eine Reise ohne Freude. 45 Männer werden an diesem Tag zurück nach Afghanistan geflogen, denn ihrem Asylantrag wurde nicht stattgegeben Wer abgeschoben wird, durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Aber das gilt auch für die Polizisten, die Abschiebeflüge begleiten. Meist gehen sie pragmatisch mit ihrer Mission um. Besondere Fälle beschäftigen sie aber durchaus länger, wie eine Polizistin berichtet, die nicht erkannt werden möchte. O-TON Einsatzleiterin, möchte nicht erkannt werden "Wir sind ja auch nur Menschen. Und das geht nicht spurlos an uns vorbei, wenn wir auch Familien abschieben mit kleinen Kindern, die vielleicht auch hier in Deutschland aufgewachsen sind. Und dann denkt man schon zu Hause darüber nach." Die Beamten wollen in den Medien nicht mit Gesichtern und Familiennamen auftauchen. Das hat damit zu tun, dass Abschiebungen gesellschaftlich nicht unumstritten sind. Und Journalisten an Bord sind normalerweise auch nicht erwünscht. Der dpa wurde nur ausnahmsweise erlaubt, so eine Abschiebung zu begleiten. Das Bundesinnenministerium hofft so, mehr Transparenz über das behördliche Vorgehen bei Abschiebungen zu schaffen.

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