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01.10.2019

Welt-Vegetariertag: Sind Vegetarier Klimaretter?

Video: dpa

Rund sieben Millionen Deutsche verzichten auf Fleisch. Ihren Lebensstil würdigt der Welt-Vegetariertag am 1. Oktober - und das seit 1977. Sind Vegetarier Klimaretter?

Berlin, 01.10.19: Die Deutschen essen nach wie vor gerne Fleisch. Pro Kopf etwa 60 Kilogramm in 2018. Zum Welt-Vegetariertag der Faktencheck: verträgt sich der Fleischkonsum mit dem Klima? BEHAUPTUNG: Vegetarier ernähren sich klimabewusst. FAKTEN: Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht im Schnitt mehr als 15 Kilogramm Treibhausgas-Emissionen, bei Obst oder Gemüse sind es laut Umweltbundesamt weniger als ein Kilogramm. Wer weniger Fleisch isst, spart also erst einmal Emissionen. Doch mit weniger Fleisch essen allein ist es nicht getan. Denn auch Milchprodukte, insbesondere Butter oder Käse, sorgen wegen der Rinderhaltung für hohe Treibhausgas-Emissionen. Wiederkäuer wie Rinder stoßen Methangas aus - ein Treibhausgas, das wesentlich stärker auf das Klima wirkt als CO2. BEHAUPTUNG: Wer einmal pro Woche auf Fleisch verzichtet, bewirkt gar nichts. FAKTEN: Würden einmal wöchentlich Spaghetti mit Tomatensoße statt Hamburger auf den Tisch kommen, würde man im Jahr fast 77 Kilogramm Treibhausgase pro Person einsparen. Aber: Der CO2-Fußabdruck pro Kopf und Jahr in Deutschland liegt bei ca. 11,6 Tonnen. Experten zufolge müsste der Fleischkonsum insgesamt drastisch sinken, um die angepeilten Klimaziele zu erreichen. BEHAUPTUNG: Kinder können auf Fleisch verzichten. FAKTEN: Der Nährstoffbedarf von Kindern und Jugendlichen kann durch eine "ausgewogene, pflanzenbetonte Ernährung überwiegend" gedeckt werden, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Allerdings sei das Risiko einer Mangelernährung aufgrund des höheren Nährstoffbedarfs bei Heranwachsenden größer als bei Erwachsenen. Deshalb müsse man auf eine ausreichende Zufuhr der Nährstoffe besonders achten. Einfach Fleisch weglassen und ernähren wie zuvor geht also nicht.

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