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18.09.2019

Wie einst Lilienthal: Doppeldecker fliegt wieder

Video: dpa

Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt haben einen Nachbau eines Fugzeugs des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal zum Fliegen gebracht. Der Doppeldecker gilt als erste Serienproduktion eines Flugzeugs.

Anklam, 18.09.19: Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt haben einen Nachbau eines Flugzeugs des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal zum Fliegen gebracht. In Lilienthals Geburtsstadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern stellte das DLR die Ergebnisse von Flugversuchen in Kalifornien vor. O-TON Markus Raffel, Pilot "Ja wir haben erst auf ner Anhängerplattform geübt mit vielen Sicherheitsseilen sodass wirlich nichts passieren kann und sind dann nach und nach dazukommen, an der Winde zu fliegen und danach auch frei aber erst nach jahrelangen Vorarbeiten." Schon 2016 hatte das DLR die Flugfähigkeit eines originalgetreuen Nachbaus eines Lilienthal-Gleiters in einem Windkanal in Amsterdam nachgewiesen. Das entscheidende sei aber der Flugversuch. Da Flugversuche mit nicht zugelassenen Geräten in Deutschland verboten sind, wich das Team um Pilot Markus Raffel in die USA aus. Die Flüge dauerten demnach 10 bis 14 Sekunden. Dabei wurden in drei bis vier Metern Höhe Strecken von etwa 100 Metern zurückgelegt. Raffel selbst gewinnt dem Lilienthal-Gleiter auch Spaß ab. O-TON Markus Raffel, Pilot "Ich bin ja viele andere Sachen auch vorher geflogen, aber das Gefühl ist einfach unbeschreiblich, weil die Kraft wirklich ja in den Schultern spührt. Die Kraft der Fügel geht in die Schultern. Man hat den Kopf zwischen den Flügeln und man fühlt sich wirklich wie ein Vogel." Den Nachbau des Gleiters übergab das DLR an das Lilienthalmuseum. Der Doppeldecker gilt als erste Serienproduktion eines Flugzeugs: Lilienthal verkaufte ihn neun Mal.

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