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22.10.2019

dpa-Story - Schlacht im Hürtgenwald

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Im Herbst 1944 tobte in der Eifel eine der grausamsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Schauplatz war ein Gebiet, wie es amerikanische Soldaten bis dahin eher aus Schauermärchen kannten: der Hürtgenwald. Ein Besuch 75 Jahre danach.

Hürtgen, 22.10.19: Hier im Hürtgenwald tobte vor 75 Jahren eine der grausamsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. In ihr trafen 1944 Amerikaner auf Deutsche. Man schätzt, dass auf beiden Seiten zusammen etwa 30 000 Soldaten getötet, verletzt oder gefangen genommen wurden. Peter Quadflieg, Historiker "Die wichtigste Bedeutung der Schlacht im Hürtgenwald ist eigentlich, dass sie die längste und eigentlich verlustreichste Auseinandersetzung an der Westfront zum Ende des Zweiten Weltkriegs war und dass die Abwehrmaßnahmen der Deutschen durchaus dazu geführt haben, dass der Krieg noch einmal im Westen für Monate verlängert wurde." Eine der Konsequenzen: In den Konzentrationslagern konnten noch einige Monate länger Menschen gequält und getötet werden. In Deutschland ist die Schlacht relativ unbekannt - ganz anders in den Vereinigten Staaten. Peter Quadflieg, Historiker "Aufgrund der hohen Verlustzahlen der amerikanischen Armee, aufgrund der hohen Anzahl der Menschen, die verwundet worden sind, die auch überhaupt eingesetzt worden sind in dieser Schlacht, ist die Schlacht sehr präsent in der amerikanischen Erinnerung - in der militärischen Geschichtsschreibung, aber auch im familiären Gedächtnis." Die Kämpfe zogen sich über Monate hin, von Oktober 1944 bis Februar 1945. Zuvor waren die Amerikaner in dem selben Zeitraum von der Normandie bis nach Aachen vorgedrungen. Dieter Heckmann, Geschichtsverein Hürtgenwald "In den 90er Jahren sprachen amerikanische Veteranen im Hürtgenwald. Und da fiel auch nicht der Ausdruck , Hürtgen Forrest'. Sie sagten ,Death Factory', also Todesfabrik, und meistens dahinter noch ,Bloody Hell'." Und auch nach dem Krieg war der Hürtgenwald ein gefährlicher Ort, denn die Nazis hatten den Wald großflächig vermint. Das Sterben ging also auch noch nach Kriegsende weiter.

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