1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. 110-kV-Leitung wird neu verlegt

Baumaßnahme

01.07.2011

110-kV-Leitung wird neu verlegt

Sobald die neue Hochspannungstrasse in Meitingen in Betrieb ist, werden die alten Masten – hier bei der Königsberger Straße – abgebaut.
Bild: Foto: Elli Hochstätter

Die Lechwerke haben schon die Fundamente für 18 Strommasten errichtet

Meitingen Möglicherweise schon ab nächster Woche werden 18 neue Hochspannungsmasten in Meitingen aufgestellt. Sie gehören zu der 110-kV-Leitung, die bisher vom Umspannwerk in Meitingen über den Enderle-Ring in Herbertshofen nach Erlingen bis zur B-2-Anschlussstelle Biberbach führt und bald einen völlig neuen Verlauf haben wird. 1,5 Millionen Euro geben die Lechwerke für den Neubau aus, der auf rund 4,5 Kilometern entlang der Bundesstraße 2 führen soll.

Der Bau der neuen Stromtrasse in Meitingen sollte eigentlich schon vor zwei Jahren erfolgen, hat sich aber verzögert. Als Grund dafür nennt LEW-Pressesprecher Richard Agerer zum einen die Verhandlungen mit den Grundeigentümern, die sich länger hingezogen hätten.

Mit jedem Eigentümer, auf dessen Grundstück ein Mast steht oder das von der Leitung überspannt wird, werde eine Grunddienstbarkeit vereinbart. Diese falle je nach Grundstück unterschiedlich aus und werde individuell ausgehandelt, so Agerer. Der zweite Grund für die Verzögerung sei intern: „Wir haben andere Netzbaumaßnahmen vorgezogen“, erläutert der Pressesprecher.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Vor Kurzem sind nun die Betonfundamente für die 18 Masten der neuen 110000-Volt-Leitung gegossen worden. Als nächstes werden die unteren Stahlteile draufgesetzt und danach mit einem großen Lastenkran die oberen Teile der Stahlmasten, die mit 25 bis 35 Metern eine beträchtliche Höhe haben.

Sobald die neue Leitung in Betrieb ist, wird die alte abgebaut. Sie ist mit 3,5 Kilometern zwar um einen Kilometer kürzer als die neue. Doch sie beinhaltet ebenfalls 18 Masten und sie führt quer durch die Orte. Meitingens Bürgermeister Dr. Michael Higl betont deshalb, dass es eine „große Erleichterung“ für Meitingen sei, wenn die Trasse künftig neben der Bundesstraße verlaufe und nicht mehr über Wohnhäuser führe. So könnten auch viele Flächen anders genutzt werden.

Die alten Masten stehen schon über 70 Jahre

Der Grund für den Neubau ist jedoch ein anderer, wie Richard Agerer erläutert: So stehen die Hochspannungsmasten bereits über 70 Jahre und haben damit ein Alter erreicht, wo die LEW sie üblicherweise gegen neue ersetze.

Schon seit Jahren werde die gesamte Leitung Meitingen-Memmingen nach und nach ausgetauscht und erneuert und dabei auch aus bebautem Gebiet herausgenommen und an bestehende Infrastruktureinrichtungen wie Bahn oder Bundesstraßen verlegt, weil sie dort am wenigsten störe.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20DSC_0600.tif
Wertingen

Wertinger Weihnachtskrippe ändert sich allwöchentlich gravierend

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket