Newsticker

Ifo-Institut: Neue Corona-Beschränkungen führen wieder zu mehr Kurzarbeit
  1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. 11000 Liter Wasser für eine einzige Jeans

Umwelt

28.10.2017

11000 Liter Wasser für eine einzige Jeans

Berge von Plastikmüll wirbeln im Pazifik, wie das imposante Bild eines Surfers beim Vortrag in der Mittelschule Wertingen verdeutlichte.
Bild: Stephan Poss

Wertinger Mittelschüler befassen sich mit dem Thema Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Bildung für Nachhaltigkeit fand für die Schüler der Klassen 7 bis 10 der Mittelschule Wertingen und der Montessori-Schule Wertingen eine Multivisions-Veranstaltung statt.

Reduse hieß der Titel der Veranstaltung. Ein Kunstwort aus den drei Begriffen reduce, reuse, recycle – reduzieren, wiederverwenden, zurück in den Kreislauf bringen.

Die Schirmherrschaft des Landkreises Dillingen, die Unterstützung der Stadt Wertingen und ein Eigenbeitrag pro Schüler ermöglichten den Schülern anhand eines Films einen imposanten Einblick in den Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Raumschiffs Erde. Warum sind Menschen in manchen Ländern trotz Rohstoffreichtum bettelarm? Welche Rolle nehmen die globalen Rohstoffmärkte ein? Wie gehen wir mit begrenzten Rohstoffen um? Was steckt an „ökologischem Fußabdruck“ in unseren Alltagsgegenständen? Diese Fragen wurden angesprochen.

Im Anschluss an den Film stellten Schüler Fragen. So interessierte es Jugendliche der neunten Klasse, ob es nicht widerrechtlich sei, wenn Produkte mit einer Materialschwachstelle versehen werden, damit sie nicht zu lange funktionieren. Die Verbraucher können dies beeinflussen, indem sie nachhaltige Produkte kaufen. Repair-Cafés, Secondhand-Läden sind gute Beispiele verantwortbaren Umgangs mit Ressourcen.

Vom Umgang mit dem Wasser auf unserem blauen Planeten handelte ein weiterer kurzer Filmbeitrag. Die Schüler zeigten sich schockiert vom „heimlichen“ Wasserverbrauch. In jeder Jeans stecken etwa 11000 Liter verbrauchtes Wasser. Für eine Ein-Liter-PET-Wasserflasche werden drei Liter Wasser allein schon bei der Herstellung verbraucht. Sehr deutlich veranschaulichte auch das preisgekrönte Bild eines Surfers unter einer sich brechenden Welle, in der Unmengen von Plastikmüll zu sehen sind, die Problematik der Ansammlung von Kunststoffresten im Meer und in der Nahrungskette. So dreht sich bereits heute ein riesiger Plastikmüllwirbel von der Größe Zentraleuropas, der sogenannte subarktische Wirbel, im Pazifik zwischen Nordamerika und Asien.

Neben einer Broschüre für die Vorbereitung und Nachbereitung im Unterricht wird in diesem Jahr noch eine Ausstellung zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen die Reduse-Veranstaltung ergänzen. Welche Projekte gibt es bereits vor Ort, welche Ideen können wir an unseren Schulen umsetzen, dies sind Fragen, die die Mittelschule und die Montessori-Schule in Zukunft weiter beschäftigen werden. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren