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16.06.2009

155 Arbeiter verloren durch Insolvenzen ihren Job

Landkreis Dillingen (zds) - Der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Trotz haben bis Ende vergangenen Jahres im Landkreis Dillingen weniger Unternehmer ihre Betriebe wegen Zahlungsunfähigkeit aufgeben müssen als im Jahr zuvor. Insgesamt meldeten hier nach Angaben des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 14 Firmen Insolvenz an, das waren acht Firmen oder 36,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Firmenpleiten sind heutzutage der kleinere Teil der Insolvenzen. Insgesamt gab es davon im Kreis Dillingen letztes Jahr 126, von diesen Insolvenzverfahren waren 14 Unternehmensinsolvenzen, zwölf Verfahren wurden tatsächlich eröffnet, zwei mangels Masse abgewiesen.

Oft trifft es junge Firmen

Zumeist sind es junge Betriebe, die nicht mehr zahlungsfähig sind und ihre Mitarbeiter entlassen müssen. "So waren 1528 bzw. 45 Prozent der insolventen Unternehmen in Bayern weniger als acht Jahre wirtschaftlich tätig, darunter über die Hälfte (804 bzw. 52,6 Prozent) maximal drei Jahre", schreibt das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung in einer Pressemitteilung.

Bei den 14 Betrieben hier im Landkreis Dillingen verloren 155 Angestellte und Arbeiter ihren Job. Im Vorjahr waren es bei 22 Firmen noch 32 Arbeitsplatzverluste gewesen. Die Statistiker weisen jedoch darauf hin, dass oftmals bereits im Vorfeld Stellen abgebaut werden, in Wahrheit also sogar noch mehr Menschen von den Firmenpleiten betroffen sind. Die offenen Forderungen, die die Firmen im Landkreis Dillingen nicht erfüllen konnten, beliefen sich 2008 auf rund 8,59 Millionen Euro (Vorjahr: 7,42 Millionen Euro). Jede insolvente Firma hinterließ also im Durchschnitt einen Schuldenberg von 613 214 Euro (337 409 Euro).

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