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Wertingen

03.01.2019

2019 wird ziemlich türkisch in Wertingen

Celal und Hatice Meral betreiben den Urfa-Döner an der Hauptstraße in Wertingen seit fünf Jahren. Jetzt richten sie im ehemaligen „Athen“ in der Schulstraße ein türkisches Lokal ein.
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Celal und Hatice Meral betreiben den Urfa-Döner an der Hauptstraße in Wertingen seit fünf Jahren. Jetzt richten sie im ehemaligen „Athen“ in der Schulstraße ein türkisches Lokal ein.
Bild: Hertha Stauch

Tüchtige Menschen vom Bosporus packen im Zusamstädtle an. Es gibt neue Gastronomie mit Döner und Grillspezialitäten.

Wer kommt, wer geht im neuen Jahr in Wertingen? Beim Spaziergang durch das derzeit noch stille Städtle fällt ein Hinweis in einem Schaufenster auf: „Sehr verehrte Kunden, leider schließen wir unsere Filiale ab 01.01.2019.“ Die Bäckerei Ihle hat am Marktplatz ihre kleine Filiale unversehens zugemacht und verweist ihre Kunden ins große Geschäft und Café an der Augsburger Straße. „Ihle will künftig nur noch große Verkaufsflächen ab 200 Quadratmeter betreiben“, weiß Apotheker Josef Stuhler, der als Hausbesitzer schon nach einem neuen Mieter Ausschau hält.

Türkisches Lokal im früheren "Athen"

Schon Nägeln mit Köpfen gemacht haben Hatice und Celal Meral. Ihr „Urfa Döner“ an der Hauptstraße im Haus von Apotheker Heinrich Klimesch zieht um ins ehemalige Restaurant Athen an der Schulstraße. Die Familie Meral hat das Athen-Haus von Christof Kunad gekauft und ist bereits schwer mit dem Umbau der früheren Gasträume beschäftigt. „Am Montag geht´s richtig los“, sagt Celal Meral, „da kommen alle Firmen und machen alles neu“.

Ein richtiges Restaurant will er in seinem neuen Besitz eröffnen – und das schon im Februar. 60 Sitzplätze und eine schöne Einrichtung soll es bekommen. Auch Straßenverkauf werde es geben, sagt Meral, aber das Restaurant ist ihm sehr wichtig. In Kürze fährt er in seine Heimat, um einen türkischen Koch zu engagieren. Weiteres Personal für Küche und Gastronomie soll eingestellt werden. Einen Namen für sein neues türkisches Lokal hat der Wertinger Döner-Mann noch nicht.

Sein derzeitiger Urfa-Imbiss verweist auf die Heimat der Familie Meral. Die Stadt Urfa liegt im kurdischen Teil der Türkei an der Grenze zu Syrien. Eine große türkische Landkarte hängt an der Wand im Döner-Imbiss. 1979 ist Celal nach Deutschland gekommen, seit fünf Jahren betreibt er seine Kleingastronomie in Wertingen, vorher in Buttenwiesen. Von dort kommen noch heute seine Stammgäste zum Döner-Essen. „A Kraut mogsch o, aber Tomata willsch net“, kennt der Türke die Vorlieben seiner Stammkunden, die er auf gut schwäbisch bedient. Ehefrau Hatice hat nicht nur fünf Kinder geboren, sondern werkelt aktiv im Imbiss mit. Beide sind jederzeit für ein Schwätzchen aufgelegt. Jetzt wird erst mal das Restaurant umgebaut, später soll auch der erste Stock des Athen-Gebäudes an der Schulstraße renoviert werden – die Familie will dort einziehen.

Ein weiterer Döner am Marktplatz

2019 soll sich auch am Marktplatz gastronomisch etwas tun. Das lange verwaiste schmale Gebäude des ehemaligen Hutmachers Binswanger hat schon länger einen neuen Besitzer.

Kadir Tolat, ebenfalls Döner-Gastronom, hat das Schaufenster mit Plakaten zugehängt, auf denen er für seine Grillspezialitäten wirbt. Die letzten Jahre hatte er sich lange Zeit mit Renovierungsarbeiten im Haus herumgeschlagen. „Wir hatten viel zu tun, die Sanierung ist sehr aufwendig“, spricht er vom Zustand des Hauses.

Nun wolle er aber „das wieder in Angriff nehmen – im Sommer 2019 machen wir auf“, kündigt Tolat an. Werden alle Pläne wahr, wird es in Wertingen also bald drei türkische Imbisse und Restaurants in der Innenstadt geben.

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