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04.09.2018

47 Tonnen Hochtechnologie für Prettelshofen

Der erste von drei elektrisch betriebenen Verdichtern kommt in der Nacht auf Donnerstag zur Verdichterstation, die derzeit bei Prettelshofen gebaut wird. Mit einem Sondertransport, ähnlich wie auf dem Bild zu sehen.
Bild: Symbolfoto: Michael Lindner

In der Nacht auf Donnerstag kommt der erste Verdichter auf die Baustelle der entstehenden Station. Einmal in Betrieb genommen, wird er enorm viel Strom verbrauchen

Auf der Anhöhe bei Prettelshofen errichtet die Firma Bayernets seit dem September vergangenen Jahres eine Verdichterstation für 107 Millionen Euro. Das Herzstück der Anlage wird eine Halle mit drei elektrisch betriebenen Verdichtereinheiten sein, die das unterirdisch fließende Erdgas mit neuem Druck versehen, damit dessen Reise weitergehen kann. Für den späteren Betrieb der Verdichterstation Wertingen werden insgesamt drei Verdichtereinheiten benötigt. Die erste Verdichtereinheit soll in der Nacht vom Mittwoch, 5., auf Donnerstag, 6. September, auf der Baustelle in Prettelshofen angeliefert werden. Dies geschieht nach Auskunft der Firma mit einem Spezial-Lastkraftwagen mit Polizeibegleitung.

Der Verdichter wurde in Zürich von MAN Energy Solutions gefertigt und trat dort am Montag, 3. September, seine Reise nach Prettelshofen an. Die Maße des Hightech-Geräts sind gewaltig: Er hat ein Gewicht von rund 47 Tonnen, ist knapp fünf Meter breit, vier Meter hoch und fünfeinhalb Meter lang. Der Verdichter wird in Prettelshofen auf ein bereits vorhandenes Fundament gehoben und dort montiert. Die beiden weiteren Verdichter werden im Laufe des Herbsts in gesonderten Transporten angeliefert, heißt es vonseiten der Netzbetreiberfirma Bayernets.

Die Verdichtereinheiten werden elektrisch angetrieben und haben eine Leistung von jeweils elf Megawatt. Durch die Verdichterstation wird der beim Transport durch die Gasfernleitungen entstehende Druckverlust ausgeglichen, das Erdgas wird komprimiert und größere Gasmengen können weitergeleitet werden, erklären die Experten der Firma.

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Die Verdichterstation Wertingen entsteht an einem Netzknoten, hier begegnen sich zwei bestehende Transportleitungen. Die „Nordumgehung München“ verläuft von Amerdingen über Wertingen, Finsing nach Schnaitsee. Die andere Leitung CEL führt von Vohburg über Wertingen nach Senden. Die beiden Beförderungssysteme kreuzen sich bei den Hügeln von Prettelshofen, weshalb die Wahl des Standorts der Verdichterstation auf den Wertinger Ortsteil fiel. Die Montage der Verdichter und die mechanische Fertigstellung wird 2019 erfolgen.

In den Bau der Verdichterstation Wertingen investieren die Fernleitungsnetzbetreiber Bayernets aus München, aber auch die Open Grid Europe GmbH aus Essen 107 Millionen Euro. Beide Unternehmen sind ebenfalls an der Gasleitung „Nordumgehung München“ beteiligt.

Schon im Juni gab es zwei Sondertransporte nach Prettelshofen. Die Lechwerke bauen neben der Verdichterstation eigens ein kleines Umspannwerk, für das Ende Juni zwei Transformatoren angeliefert wurden. Einmal in Betrieb, werden die drei Verdichtereinheiten einen enormen Stromverbrauch haben: Pro Stunde verbraucht ein einziges Gerät so viel Strom wie 150 Einfamilienhäuser in einem Jahr.

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