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Durchforstung

08.02.2017

50 Bäume fallen für die Sicherheit

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3 Bilder
Wie kaputt die Bäume innerlich waren, sieht man hier.

Durch das kleine Wäldchen bei der Wertinger Marienkapelle kann jetzt wieder sicher spaziert werden. Warum die Fällarbeiten erst kurzfristig bekannt gegeben wurden

Spaziergänger im Wertinger Marienfeld dürften sich gestern über Motorsägengeräusche gewundert haben: Der Forstunternehmer Stefan Hagenbusch hat im Auftrag der Kirchenstiftung St. Martin Wertingen den kleinen Wald bei der Marienkapelle durchforstet, dabei auch Bäume gefällt. Ulmen, die dem Ulmensterben zum Opfer gefallen sind, waren ebenso dabei wie Pappeln, Rubinien und Ahorne. Die kleinen Bäume mitgerechnet, dürften es insgesamt um die 50 Bäume gewesen sein, schätzt Hagenbusch.

Bei den Arbeiten geht es vor allem darum, dass die Leute auf dem mit Stufen versehenen Weg und auch auf dem kleinen Pfad sicher zur Marienkapelle kommen. Kirchenpfleger Michael Wieland erläutert: „Wir wurden von der Diözese darauf aufmerksam gemacht, dass wir als Grundstückseigentümer für die Verkehrssicherheit auf unseren Grundstücken zuständig sind.“ Deshalb setzte sich Wieland mit der staatlichen Forstverwaltung in Verbindung.

Förster Stefan Stadelmayr bestätigte den dringenden Handlungsbedarf an dem als Wald eingestuften Baumbestand am Rand des Wertinger Wohngebiets. Wieland führt weiter aus: „Die Bäume waren teils innen hohl, da bestand die Gefahr, dass sie sich spalten.“ Nachdem sich Bänke zum Verweilen auf dem Grundstück befinden, das auch wegen des weitreichenden Blickes ins Zusamtal von vielen Spaziergängern besucht wird, war die weitere Vorgehensweise klar.

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Der Kirchenpfleger erinnert sich an eine starke Durchforstung, die vor Jahren durchgeführt worden war: „Der Bestand ist schnell wieder gewachsen, die Bäume ergaben bald wieder eine geschlossene Fläche.“ Das Erscheinungsbild des kleinen Wäldchens sei damit nicht beeinträchtigt gewesen. Und so soll es auch dieses Mal sein.

Da es sich um eine Hangfläche handelt, einigten sich die Verantwortlichen der Kirchenverwaltung schnell, die Arbeiten an einen Fachmann zu vergeben. Der Forstdienstleister Stefan Hagenbusch ist gelernter Forstwirt, der sich später zum Forsttechniker weitergebildet hat. Er machte bereits mehrfach die Erfahrung, dass nicht alle akzeptieren, dass diese Arbeiten für die Sicherheit der Menschen notwendig sind. Oftmals würden die Leute protestieren, wenn sie vorab von den Abholzungen erfahren. So hat er darauf verzichtet, im Vorfeld Punkte an den Bäumen anzubringen.

Erst gestern, kurz bevor er sie gemeinsam mit Arno Braun fällte, hatte Forstdienstleister Stefan Hagenbusch die betroffenen Bäume markiert. Kirchenpfleger Michael Wieland, der auch schon mit dem Wertinger Grünen-Stadtrat Ludwig Klingler über die Maßnahme gesprochen hat, ergänzt: „Wir waren bemüht, die Durchforstung noch vor dem 1. März durchzuführen, damit keine Vögel beeinträchtigt werden.“

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