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Konzert

03.04.2011

A cappella für Jesus

Einen grandiosen Abend bescherte das Vokalquintett „Die beinahe Sechs“ den vielen Zuhörern in der Alten Synagoge.
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Einen grandiosen Abend bescherte das Vokalquintett „Die beinahe Sechs“ den vielen Zuhörern in der Alten Synagoge.
Bild: Foto: Ruf

Gruppe „Die beinahe Sechs“ lässt das Publikum in der Alten Synagoge in Binswangen schwärmen

Binswangen Selten hat ein Vokalquintett neben Professionalität undLeidenschaft für das Singen ohne Instrumentalbegleitung so viel Charisma ausgestrahlt wie „Die beinahe Sechs“. Dazu bringen die fünf attraktiven Mannsbilder auch noch die gebündelte „Fröhlichkeit echter Christenmenschen“ mit, die ihre Auftritte als Botschafter für Jesus nutzen.

Die gemeinsame Zielsetzung dieser fünf Sänger, die in der Synagoge in Binswangen am vergangenen Samstag ein volles Haus hatten, ist es, ihren Glauben unaufdringlich und doch voller ehrlicher und mitreißender Überzeugung in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit zu stellen.

Schnieke im Outfit

A cappella für Jesus

Kennen gelernt haben sich die Mitglieder des Vokalquintetts einmal in der Rhön als Zivildienstleistende. Sie leben heute in unterschiedlichen Regionen Deutschlands und haben Berufe wie etwa Physiker und Schreinermeister oder Designer.

Als sie in Frack und Weste, mit Fliege und der unabdingbaren Melone auf dem Kopf das Podium in der Synagoge betreten, haben sie bereits das Publikum auf ihrer Seite. Der Funke springt schnell über.

„A cappella“ bedeutete in der Ära ab dem späten 16. Jahrhundert eine Kompositionsweise für mehrstimmige kirchliche Vokalensembles mit fakultativer Instrumentalbegleitung. Ab dem 19. Jahrhundert wurde „a cappella“ zur Chormusik ohne Instrumentalbegleitung. Die Bezeichnung lehnt sich an das italienische „alla cappella“ an und bedeutete ursprünglich Musik nach „Art der Kapelle“.

Stilrichtungen präsentiert

Verschiedene Stilrichtungen der Vokalmusik präsentieren „Die beinahe Sechs“ dann in Binswangen. Sie starten fulminant unter anderem mit dem legendären Gassenhauer „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists und drehen mächtig auf beim Grimassenziehen, dem symbolischen Schweißabwischen und imposanten Körperverrenkungen. Die fünf Sänger haben selbst ungezügelten Spaß am Streifzug durch die Geschichte des A cappella-Gesangs. Pralle Lebensfreude kommt bei ihnen auf ihrer Reise „durch die Töne“ auf. Wenn sie das „Ännchen von Tharau“ mal kurz umdichten in das „Tännchen von Arau“, das schicksalhaft von der Motorsäge einer neuen Zielsetzung zugeführt wird, dann lacht das Publikum Tränen.

Kinderlieder wie „Alle meine Entchen“ präsentieren „Die beinahe Sechs“ nicht nur aus der Sicht der Kleinen sondern vielmehr aus der Perspektive Erwachsener, die dabei den Entenbraten schon mal auf dem Teller dampfen sehen. Und dem Grönemeyer-Hit „Männer“ verleiht das Vokalensemble später stimmgewaltig eine völlig neue Note.

„Wir machen miteinander Musik wegen Jesus. Wegen dieser ‚Nummer eins’ kommen wir aus Berlin oder München, Hamburg oder Bremen trotz unseres unterschiedlichen beruflichen Engagements zusammen“, verraten die Protagonisten des Abends dann freimütig. Sie erzählen aus ihrem Leben, das „bei Gott“ auch nicht immer gerade verlaufe und machen Christen Mut, ihren Glauben zu leben und dabei „ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen“.

Sie karikieren die „Prinzen“ mit „Ich wär’ so gerne Missionar“ und werden dann ganz leise bei „This little light of mine“. Bach’sche Choräle bekommt das Publikum auch noch interessant interpretiert zu hören und spendet immer wieder reichlich Beifall für die Ausdruckskraft der Vokalsänger, deren Stimmrepertoire vom Feinsten ausfällt.

Am Ende ist der stattliche Zuhörerkreis genauso hingerissen wie etwa Pastor Klaus Deckenbach von der Freien evangelischen Gemeinde Dillingen-Steinheim, der nach mehrjährigen Bemühungen, „Die beinahe Sechs“ für einen Auftritt zu gewinnen, erfolgreich gewesen war.

Spende für Kartei der Not

Das Hilfswerk „Kartei der Not“ der Augsburger Allgemeinen und ihrer Heimatzeitungen bekommt einen stattlichen Teil der Einnahmen der ausverkauften Veranstaltung. Aber auch das Vokalensemble freute sich, in einem so „eindrucksvollen Haus wie der Synagoge in Binswangen“ zu Gast gewesen zu sein.

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