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Wertingen

22.02.2021

Achtung, in Wertingen steht ein neuer Blitzer

So ähnlich sieht der Blitzer-Anhänger aus, der kürzlich auch in der Augsburger Straße in Wertingen das Tempo der Autofahrer kontrollierte.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbol)

Plus Ein weißer Kasten am Straßenrand in Wertingen sorgt bei Autofahrern für Aufregung. Der neue Blitzanhänger macht in der Zusamstadt teure Fotos von allen Temposündern.

Autofahrer und Brummilenker kennen sie – die Blitzer am Wegesrand. Seit kurzem gibt es aber eine Neuheit unter den Tempomessgeräten – den Blitzeranhänger. Ein solcher stand kürzlich auch in Wertingen, und zwar in der Augsburger Straße.

Das Gerät gehört der Augsburger Verkehrspolizei

Das Gerät, das einem großen weißen Kasten ähnelt, heißt in der Fachsprache „Enforcement-Trailer“. Der Mess-Anhänger, der mit Lasertechnologie misst, gehört jedoch nicht den Wertingern, sondern der Augsburger Verkehrspolizei.

Das Gerät war in der Augsburger Straße eingesetzt worden, weil sich dort seit mehreren Jahren die Anwohner beschweren, dass zu schnell gefahren würde. Da die Daten vom Blitzeinsatz in Wertingen noch nicht ausgewertet sind, kann noch keine Auskunft über die Effektivität gegeben werden.

Doch egal ob Blitzanhänger oder Laserpistole – einmal nicht aufgepasst und zu schnell gefahren, schon bekommt man nach einigen Wochen Post. Im Umschlag: ein meist wunderschönes Porträt von sich selbst, in klassischem Schwarz-Weiß gehalten, einhergehend mit einer Zahlungsaufforderung.

Eine Pauschale wird für die Anfahrt und die Arbeitsstunden für die Messdauer fällig

In Wertingen ist der neue Blitzanhänger ein seltener Gast am Straßenrand. Üblicherweise wird in der Zusamstadt von der Polizei als auch von der Kommunalen Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte geblitzt, der mittlerweile die meisten Gemeinden im Wertinger Umkreis beigetreten sind. Mitgliedskommunen können dadurch frei bestimmen, wann und wo die Blitzer stehen sollen. Gezahlt werden müssen die Pauschale für die Anfahrt und Arbeitsstunden für die Messdauer. Diese Kosten würden im Regelfall durch die Verwarnungs- und Bußgelder getragen, die direkt an die jeweilige Gemeinde gehen, wie die Verantwortlichen der Kommunalen Verkehrsüberwachung grundsätzlich bei der Vorstellung in den verschiedenen Gemeinderäten erklären.

Die Polizei freut sich über die Entlastung. „Für uns ist das ideal“, sagt Martina Guß, Leiterin der Wertinger Polizeidienststelle. Gemessen würde auch vom Kommunalunternehmen nach den Bayerischen Richtlinien zur Verkehrsüberwachung. Zudem würde jeweils kommuniziert werden, wo ein Blitzer steht. „Wir kommen uns so nicht in die Quere, sondern ergänzen uns gegenseitig“, berichtet Guß.

Der Wertinger Polizei steht im Regelfall nur eine Laserpistole zur Geschwindigkeitsüberwachung zur Verfügung, die sie sich mit der Dienststelle in Dillingen teilt, erklärt die Leiterin der Wertinger Dienststelle. Die Fahrzeuge, die vom Straßenrand aus blitzen, kämen von der Donauwörther Verkehrspolizeiinspektion, die auch für den Landkreis Dillingen zuständig ist.

Die Wertinger Polizeichefin würde sich über mehr Tempokontrollen freuen

Allgemein würde sich Martina Guß jedoch freuen, wenn sie mehr Tempokontrollen durchführen könnte. Gerade in 30er-Zonen oder verkehrsberuhigten Bereichen, in denen Schrittgeschwindigkeit (also vier bis sieben Kilometer pro Stunde) gilt, wären die Verkehrsteilnehmer oft zu schnell unterwegs. Aber auch auf Landstraßen sei es ein großes Problem, wenn Fahrzeuglenker zu schnell unterwegs sind. Denn dort dürfe eh schon schneller gefahren werden, was zur Folge habe, dass Unfälle weitaus schwerer ausfallen können.

Die technische und personelle Ausstattung sei jedoch oft ein Problem. Es könne durchaus vorkommen, dass das Lasermessgerät zwar aus Dillingen geholt würde, dann aber zwei Einsätze dazwischen kämen, die die verfügbaren Kräfte beanspruchen. „Dann ist die Messung hinfällig“, erklärt Guß.

Trotzdem würde die Wertinger Polizei versuchen, mehrmals im Monat aktiv den Verkehr zu überwachen. Sowohl in den Gemeinden, in denen Anwohner oft über Raser am Ortseingang klagen, als auch im Wertinger Stadtgebiet selbst. Laut Martina Guß gebe es aber am meisten Beschwerden über zu schnelle Autofahrer in der Augsburger Straße.

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