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Zusamtal

14.04.2015

Alte Töne, so frisch wie vor Jahrzehnten

Museumsführer Otto Killensberger zeigt in der Abteilung „Telefonmuseum“ ein Mickymaus-Telefon, das 1968 von der Deutschen Post vertrieben wurde. Im Hintergrund Exponate aus der „Postlerhütte Augsburg“.

Das Wertinger Radiomuseum widmet sich auch der Geschichte des Telefons

Wertingen Das Gebäude gegenüber dem Grundschuleingang in der Férestraße  1 in Wertingen ist unscheinbar – der Inhalt sensationell! Im Radiomuseum in der früheren Wertinger Berufsschule sind an die 600 antiquarische Radiogeräte gelagert– über die Hälfte davon sind der Öffentlichkeit zugänglich und dokumentieren fast lückenlos die Geschichte der Radiotechnik von den Anfängen bis in die 1960er Jahre hinein. Die Geräte sind fast alle funktionstüchtig. Zu sehen sind nicht nur Radios, sondern auch Grammophone, Radiodetektoren, Röhrenradios, Volksempfänger, Musikschränke, Plattenspieler und Musikboxen.

Seit 2014 werden die Sammlungen zudem in Richtung Telefonmuseum ausgebaut. Basis dieser separaten Museumsabteilung sind 64 Exponate aus der Sammlung „Postlerhütte Augsburg“. Älteste Spende dieser früheren Telekom-Mitarbeiter ist ein Telefonapparat aus dem Jahr 1898. Gezeigt werden Morseapparate, Münzfernsprecher, Telefone und Fernschreiber.

Das Wertinger Radiomuseum wurde 2012 eröffnet und zieht laut Museumsführer Otto Killensberger bereits von Anfang an jährlich Hunderte von Schaulustigen und Neugierigen an. Das Museumsteam um Killensberger bietet jeden dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr Führungen an. An diesen Museumstagen findet auch jeweils um 15 Uhr ein Vortrag oder eine Filmvorführung zur Rundfunk- oder Telefongeschichte statt.

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Das Radiomuseum wird nicht nur durch interessierte Besucher am Leben erhalten, sondern auch durch zahlreiche Spender. Der Geratshofener Sammler Heinz Hippele überließ ursprünglich dem Wertinger Schloss-Heimatmuseum 70 Exponate und schuf damit den Grundstock des späteren Radiomuseums. Die Erben des Meitinger Sammlers Hans Wald sorgten mit 170 weiteren Radios für eine Ausweitung der Radioabteilung des Wertinger Heimatmuseums hin zu einem eigenen Radiomuseum. Das überregional viel beachtete Museum erhält nun zum Beispiel auch Gaben aus dem 30 Kilometer entfernten Augsburg: Heinz Maxzin aus der Fuggerstadt stiftete 32 historische Radioapparate.

Das Museum ist nicht nur an den monatlichen fixen Eintrittstagen geöffnet, sondern kann für Gruppenführungen (Betriebsausflüge, Klassentreffen, Familienfeiern, Schüler-Exkursionen) nach Anmeldung kostenfrei auch für Wunschzeiten gebucht werden (Kontakt bei der Wertinger Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 08272/84-196). (ews)

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