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Steinheim

15.05.2015

Ampeln sollen verbessert werden

Die mit Ampeln gesicherten Übergänge in Steinheim (im Bild gestern Morgen die Lichtsignalanlage bei der Egaubrücke) sollen verbessert werden.

Die Situation an den Fußgängerampeln in Steinheim soll verbessert werden. Der Dillinger Ausschuss reagiert auf Kritik aus Steinheim.

Letztendlich spielte die Frage, ob es sich bei dem geschilderten Fall tatsächlich um einen Rotlichtverstoß und eventuell sogar um eine Unfallflucht gehandelt haben könnte, bei dem sich ein Kind verletzt hatte, am vergangenen Mittwochabend im Dillinger Umwelt- und Verkehrsauschuss nicht die entscheidende Rolle. Zu überzeugend waren die Tatsachenberichte, vor allem von Hermann Balletshofer, dass es immer wieder an den beiden Fußgänger-Bedarfsampeln im Dillinger Stadtteil Steinheim zu sehr gefährlichen Situationen gekommen war, bei denen es auch um Rotlichtmissachtung ging, für den Ausschuss, sodass er sich veranlasst sah, Verbesserungen zu fordern. Vor allem Oberbürgermeister Frank Kunz („Rotlichtverstöße sind kein Kavaliersdelikt“) machte deutlich, dass es um die Sicherheit für Kinder und ältere Mitbürger gehe, weshalb auch ein eventueller Hinweis auf höhere Kosten für eine Verbesserung der Lichtsignalanlagen nicht zöge.

Wie unsere Zeitung ausführlich berichtete, war ein Kind, angeblich vor Angst, ein Lkw könne bei Fußgänger-Grün über die Ampel fahren, gestürzt und musste sich, weil dadurch eine Vorverletzung verstärkt wurde, Krücken verpassen lassen. Polizeioberkommissar Bock äußerte sachliche Zweifel an der Schlüssigkeit der Schilderungen, räumte aber ein, dass es durchaus Möglichkeiten gebe, die Situation an beiden Ampeln in Steinheim zu verbessern, obwohl sie, das machte OB Kunz sehr deutlich, allen Richtlinien entsprechen. Er selbst brachte einer bessere Lichtstärke ins Gespräch bzw. die Variante, den Autofahrern kein Dauergrün zu zeigen, bis ein Fußgänger drückt, sondern die Ampeln nach Gebrauch auf Schwarz zu schalten.

Einig war man sich im Ausschuss, dass die westliche Ampel ein größeres Gefahrenpotenzial birgt als die östliche. Verkehrsreferent Josef Kreuzer sagte: „Wenn einer absichtlich bei Rot rüberfährt, können wir uns auf den Kopf stellen und mit den Füßen wackeln, ändern wird sich nichts.“ Auch gegen tief stehende Sonne könne man nichts unternehmen. Eine Hilfe könnten allerdings weiße Blenden um die einzelnen Lichter sein. Und es bleibe eine Aufgabe für die Verkehrserziehung. Wolfgang Reinelt brachte als „Vorwarnung“ ein gelbes Blinklicht ins Gespräch, das von Frank Kunz mit dem Hinweis auf „Reizüberflutung“ infrage gestellt wurde. Kunz sagte: „Die sichersten Überquerungshilfen sind immer noch Lotsendienste, aber das erfordert Einsatz und Engagement.“

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Peter Graf verwies darauf, dass es in der Stadt viele vergleichbare Fälle gebe, etwa in der Remigius-Vogel-Straße. Außerdem bemängelte er die fehlende Vorbildfunktion der Erwachsenen, die oft bei Rot über Ampeln gingen.

Der Ausschuss beschloss schließlich einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, mit der Lichtsignalanlagenfirma einen Ortstermin zu vereinbaren und eventuell vorgeschlagene Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit an beiden Steinheimer Fußgänger-Ampeln durchführen zu lassen.

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