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Großeinsatz

17.04.2018

Asylbewerberheim in Höchstädt brennt aus

Etwa 60 Feuerwehrleute sind gegenwärtig beim Löschen des brennenden Asylbewerberheims in Höchstädt im Einsatz (Symbolfoto).
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto).

Großeinsatz für Feuerwehren und Rettungsdienst in der Nacht zum Dienstag. Noch kann nicht ganz ausgeschlossen werden, ob Menschen im Gebäude sind.

Die Feuerwehrsirene hat Höchstädter in der Nacht zum Dienstag aus dem Schlaf gerissen. Gegen 2.50 Uhr hatte das Asylbewerberheim an der Kohlplatte aus bisher ungeklärter Ursache Feuer gefangen. Etwa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Höchstädt, Deisenhofen und Steinheim rückten im Norden der Stadt an. Dort stand das Asylbewerberheim in Flammen. Zur Stunde geht die Polizei davon aus, dass zwei Menschen leichte Verletzungen erlitten haben. Der Außendienstleiter des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, Klaus Lidl, sagte aber unserer Zeitung: "Wir wissen zur Stunde nicht, ob noch Menschen im Asylbewerberheim sind."

Knapp 30 Bewohner warteten vor dem brennenden Gebäude, einige wollten noch Habseligkeiten aus den brennenden Räumen holen, wurden von den Einsatzkräften aber davon abgehalten. Die Asylsuchenden kamen schließlich im Höchstädter Feuerwehrhaus unter. Polizeihauptkommissar Lidl schloss nach ersten Erkenntnissen eine Brandstiftung und damit rechtsradikale Hintergründe für den Ausbruch des Feuers aus.

Der Rettungsdienstleiter des Rot-Kreuz-Kreisverbands, Harald Bachler, informierte, dass zwei Menschen leichte Verletzungen an den Händen erlitten haben. Sie wurden beim Verlassen der Asylbewerberunterkunft offensichtlich durch berstendes Glas verletzt. Von 41 gemeldeten Personen des Asylbewerberheims der Regierung von Schwaben waren nach Informationen unserer Zeitung zunächst knapp 30 vor Ort. Nach etwa eineinhalb Stunden stellte sich heraus, dass noch zwei gemeldete Asylsuchende fehlten. Deshalb könne man nicht ganz ausschließen, dass noch Menschen im Gebäude sind. "Wir suchen noch nach zwei Bewohnern, wo wir nicht wissen, wo sie sind", teilte Polizeihauptkommissar Lidl mit.

Für die Feuerwehrmänner gestaltete sich der Einsatz schwierig, erläuterte der Kommandant der Höchstädter Feuerwehr, Stephan Karg. Dies lag an der Containerbauweise des Asylbewerberheims. Das Dach sei voll durchgebrannt. Karg ging davon aus, dass keine Menschen mehr im Gebäude sind. "Aber das ist nur eine momentane Bestandsaufnahme", sagte der Zweite Bürgermeister der Stadt. Zwölf Atemschutzgeräteträger sind im Einsatz. Die Löscharbeiten dauern zur Stunde noch an.

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