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Wertingen

21.05.2015

Bald wird auf Kunstrasen gekickt

Erster Spatenstich beim Wertinger Kunstrasenplatz auf dem Judenberg! Im Bild von links: Wertingens Zweiter Bürgermeister Johann Bröll, Johann Schmid (Fußball-Abteilungsleiter des TSV Wertingen), Bernhard Rauch (TSV-Präsident), Reinhard Baldauf (Landschaftsarchitekt), Oliver Schilling (Baufirma Saule), Annemarie Schmidt (Fachbetreuerin für Sport in der Realschule) und Landrat Leo Schrell.
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Erster Spatenstich beim Wertinger Kunstrasenplatz auf dem Judenberg! Im Bild von links: Wertingens Zweiter Bürgermeister Johann Bröll, Johann Schmid (Fußball-Abteilungsleiter des TSV Wertingen), Bernhard Rauch (TSV-Präsident), Reinhard Baldauf (Landschaftsarchitekt), Oliver Schilling (Baufirma Saule), Annemarie Schmidt (Fachbetreuerin für Sport in der Realschule) und Landrat Leo Schrell.

Auf dem Wertinger Judenberg entsteht ein Kunstrasenplatz für 800000 Euro. Warum Dillingens Landrat Leo Schrell die hohen Ausgaben für angemessen hält

Selten waren so viele Regenschirme bei einem „Ersten Spatenstich“ in Wertingen zu sehen: Am Mittwoch eröffneten Zweiter Bürgermeister Johann Bröll und Landrat Leo Schrell im Beisein von über zwei Dutzend Vertretern von Stadtrat, Baufirmen, Schulen und Sport die Baustelle des Kunstrasenfelds auf dem Judenberg. Für gut 800000 Euro entsteht dort östlich der Tennishalle heuer ein Kunstrasenfeld in den Ausmaßen von 94 auf 64 Meter.

Im strömenden Regen und bei kaum 12 Grad Außentemperatur scherzte Bürgermeister Bröll, dass das Wetter geradezu ideal sei für den Auftakt beim Kunstrasenplatz, „denn dieser Platz wird ja benötigt, damit auch bei schlechtem Wetter der Sportbetrieb weitergehen kann.“

Schon seit Jahren wurde in Wertingen der Bau eines Kunstrasenplatzes diskutiert – angesichts der zu erwartenden hohen Kosten allerdings nicht von allen Stadtrats-Fraktionen mit gleich großer Freude. Den Ausschlag für diese Innovation habe sicherlich Dr. Johann Popp gegeben, der sich schon frühzeitig für diesen Platz eingesetzt und immer wieder auf die Vorzüge hingewiesen habe. 2014 segneten die Wertinger Stadträte schließlich einstimmig das Projekt ab.

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Der Kunstrasenplatz wird nach der Laugnakreuzung und dem Krankenhausbau die drittgrößte Baustelle der Zusamstadt sein. Die Gesamtkosten bezifferte Bröll mit 800000 Euro. Auf die Stadt selbst kommt ein Aufwand von rund 551000 Euro zu.

Landrat Leo Schrell ging in seinen Grußworten offen auf die hohen Kosten ein: „Das ist nicht ganz billig, um das mal vorsichtig zu formulieren, aber dieser Kunstrasenplatz hat viele Vorteile!“ Der Landkreis beteiligt sich mit einer Summe von 249000 Euro. Diese Aufwendung des Landkreises wird bezuschusst. Der Landrat verwies darauf, dass mit diesem Projekt eine „Win-Win-Situation“ entstehe, denn sowohl die Realschüler, für die der Landkreis zuständig ist, als auch die Mittelschüler (Hockeyteam) sowie die Vereinssportler werden den Platz nützen: „Landkreis und Stadt müssen nicht selbst bauen.“

Tatsächlich soll der neue Kunstrasenplatz weit hinaus in die Region wirken, da er auch an fremde Mannschaften verliehen werden kann. Regelmäßig benützen werden ihn außer dem TSV Wertingen und der JFG Riedberg (Spielgemeinschaft aus TSV Wertingen, TSV Binswangen, SV Kicklingen-Fristingen) auch die Realschule und die Mittelschule mit ihrer Hockeymannschaft, die laut Betreuer Peter Holfeld bereits mit mehreren schwäbischen Titeln glänzt. Bröll und Schrell werteten das Projekt als Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit.

Der Bau des Platzes mit Flutlichtanlage ist laut dem Planer, Reinhard Baldauf, technisch anspruchsvoll. Es müssen 5000 Kubikmeter Humus und Lehm ausgehoben werden. Teilweise wird der Aushub als Wall ums Spielfeld angelegt und begrünt. Das neue Spielfeld besteht aus einer dicken Kiesschicht, einer Trenn-Asphaltschicht, die auch kleinere Schneeräumfahrzeuge aushält, einer Elastikschicht aus Gummi und darüber dem eigentlichen Kunstrasen in zwei Lagen.

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