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Buttenwiesen

18.07.2020

Baumaßnahmen für Kiebitz und Co. in Buttenwiesen

Ein weiterer Bauabschnitt zur ökologischen Aufwertung der Gemarkung Pfaffenhofen hat begonnen. Profitieren soll insbesondere der Kiebitz.
Bild: Donautal-Aktiv

Der ökologische Ausbau der Flur in Buttenwiesen geht weiter. Am Beginn steht zunächst ein Eingriff. Wie der Kiebitz profitieren soll

Die Brutzeit der verschiedenen Vogelarten im Donauried ist vorbei und die Sommermonate ermöglichen einen bodenschonenden Einsatz der Baumaschinen. Darum startet jetzt ein weiterer Bauabschnitt zur ökologischen Aufwertung der Gemarkung Pfaffenhofen im Rahmen der aktuell in Buttenwiesen laufenden Flurneuordnungsverfahren.

Brut- und Nahrungsbiotope für den Kiebitz werden geschaffen

Auf insgesamt zehn Teilflächen werden flache, wechselfeuchte Geländemulden und Abflachungen an bestehenden Gräben angelegt. Damit wird im jetzigen Schritt, wie Lothar Kempfle vom Landschaftspflegeverband bei Donautal-Aktiv mitteilt, insbesondere für den Kiebitz ein Netz von Brut- und Nahrungsbiotopen mit einem Gesamtumfang von rund acht Hektar geschaffen. Mittlerweile gibt es für diese Donauried-typische und früher verbreitete Vogelart immer weniger Lebensraum. Die jetzt in Angriff genommenen Maßnahmen sind daher ganz speziell auf diese Art ausgerichtet.

Bauleiter: Jede Baumaßnahme ist zunächst ein Eingriff

„Dennoch ist jede Baumaßnahme zunächst ein Eingriff“, sagt der für diese Maßnahme zuständige Bauleiter Frederik Oberhäuser vom Verband für Ländliche Entwicklung Schwaben. Die ehemaligen Ackerflächen, die im Verfahren für den Naturschutz zur Verfügung gestellt werden, mussten laut Pressemitteilung durch Mulchen vom hochstehenden Unkraut befreit werden, bevor die Bagger ihre Arbeit machen können. Der abgetragene Humus aus den Mulden und den Uferabflachungen wird abgefahren und später im Rahmen des Wegebaus verwendet. Für Claudia Eglseer von der Regierung von Schwaben, die die Flurneuordnungsverfahren aus vegetationskundlicher Sicht betreut, ist das ein wichtiger Schritt, um die richtigen Bodenverhältnisse für schwachwüchsige, artenreiche Pflanzengesellschaften zu schaffen. Denn eine solche Vegetation brauche der Kiebitz in seinem Lebensraum.

Gleichzeitig entstehen artenreiche Wiesen, die im Gebiet mittlerweile selten sind und weiteren Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten.

Die Baggerarbeiten müssen bis zum Spätsommer abschlossen sein

Doch so weit ist es noch nicht. Zunächst müssen, wie Donautal-Aktiv informiert, die Baggerarbeiten bis zum Spätsommer abgeschlossen sein und die Flächen durch Bodenbearbeitung für die neue Vegetationsdecke vorbereitet werden. Je nach Witterungsverlauf und Fortgang der Arbeiten werden, koordiniert durch Donautal-Aktiv, die Flächen in diesem Herbst oder im kommenden Frühjahr wieder begrünt. Dies wird mit Saatgut erfolgen, das in unmittelbarer Umgebung gewonnen wird.

Mittels spezieller und in Teilen aufwendiger Verfahren werde so sichergestellt, dass die neuen Pflanzengemeinschaften zum Standort passen und eine sogenannte „Florenverfälschung“ vermieden wird. Eine mittlerweile wichtige Anforderung bei Naturschutzmaßnahmen. (pm)

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