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20.06.2009

Bekenntnis zur Hauptschule

Neben dem Erweiterungsbau am Kreiskrankenhaus und den Bauarbeiten an der neuen Zusambrücke ist in Wertingen seit einigen Tagen eine dritte Großbaustelle entstanden. 2,4 Millionen Euro investieren die beteiligten Kommunen innerhalb des Schulverbandes und der Freistaat Bayern in die Erneuerung der Hauptschule. Zusätzlich wird der Gebäudekomplex durch einen Anbau um einiges größer.

Nachdem es aus dem kürzlich verabschiedeten Konjunkturpaket II der Bundesregierung keine Extra-Förderung für die Wertinger Hauptschule gegeben hat, müssen 1,8 Millionen Euro von den kalkulierten Gesamtkosten die Mitgliedsgemeinden innerhalb des Schulverbandes tragen. Immerhin 600 000 Euro steuert der Freistaat bei. Für die Eltern der Schülerinnen und Schüler sowie für die Jugendlichen selbst ist es freilich nicht so wichtig, woher das Geld kommt. Hauptsache, es ist vorhanden, um nach 37 Jahren das Schulhaus an der Pestalozzistraße jetzt so zu gestalten, dass sich alle Beteiligten darin richtig wohlfühlen können.

Dass die Hauptschulen in der bayerischen Bildungslandschaft bei den Politikern den gleichen Stellenwert haben wie Gymnasien oder Realschulen, wird von diesen immer wieder betont. Oft waren es aber nur Lippenbekenntnisse, welche die Öffentlichkeit zu hören bekam. Das Beispiel Wertingen ist aber ein klares Bekenntnis zur Hauptschule. Bedenkt man, dass für immerhin ein Drittel aller Buben und Mädchen in Bayern die persönliche Schulzeit in einer Hauptschule endet, dann ist jeder ausgegebene Euro gut angelegt.

Zumal, so besagen es Statistiken, Hauptschüler nach ihrer Schulzeit Berufe erlernen, die sie zum großen Teil in Betrieben der Region ausüben können. Ergo bleiben diese jungen Menschen hier, sie ziehen im Vergleich zu Abiturienten und Studenten seltener weg. Das gilt auch für Wertingen, Buttenwiesen, Binswangen, Laugna, Zusamaltheim und Villenbach. Und wer in diesen Orten später in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sein Geld verdient, zahlt es durch verschiedene Steuern irgendwann zurück an die Kommunen, die jetzt durch die nicht billige Baumaßnahme in Vorleistung gehen. "Seite 27

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