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05.07.2010

Beutmüller muss mit Badke in die Stichwahl

Er lächelte tapfer. Bürgermeister Norbert Beutmüller (Zweiter von rechts) muss in die Stichwahl. Im Kreise seiner Anhänger, darunter der Ortsvorsitzende der Freien Wähler, Thomas Seefried (Zweiter von links), verfolgte er die Auszählung, die in Grafiken auf Großbild übertragen wurde. Foto: Hertha Stauch
Bild: Hertha Stauch

Buttenwiesen Das Lächeln fiel ihm gestern nicht leicht: Bürgermeister Norbert Beutmüller (Freie Wähler) fehlten nur 31 Stimmen zur Verlängerung seiner Amtszeit. Mit 49,4 Prozent der Stimmen muss er sich am 18. Juli zusammen mit seinem CSU-Kontrahenten Reinhard Badke, der 34,4 Prozent erreichte, nochmals zur Wahl stellen. Mit am knappen Scheitern Beutmüllers beteiligt waren auch die weiteren Bewerber. Guido Berning (SPD) erreichte als ortsfremder mit 9,4 Prozent einen Achtungserfolg und Georg Kaltner (FDP) kam mit 6,8 Prozent dem derzeit schwachen Bundestrend seiner Partei nahe. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,5 Prozent, so Wahlleiter Christian Knapp.

In der Wahlzentrale im Foyer des Rathauses verfolgten gestern Abend zahlreiche Bürger die Auszählung der Stimmen, die in Computergrafiken aktuell auf Großleinwand zu sehen war. Bei Sekt und Orangensaft wurden die Ergebnisse mit Spannung verfolgt und verglichen. Doch großer Jubel wollte auf keiner Seite aufkommen, eher verhalten quittierten die Bürger und Kandidaten schnell, dass eine Stichwahl in Sicht ist. Bürgermeister Beutmüller, der mit seiner Frau Lydia gegen 19 Uhr ins Rathaus kam, schaute lange und gebannt auf die Leinwand und begann gleich mit einer Analyse: "Für Lauterbach muss ich mir was überlegen", kommentierte er sein dortiges, für ihn enttäuschendes Ergebnis. Dabei "hat Beutmüller gerade für Lauterbach sehr viel getan", bescheinigte ihm später sein Parteifreund Helmut Sauter, der überzeugt ist von der "Sachkompetenz Beutmüllers". Bei vier Kandidaten und "dem, was im Vorfeld aufgewühlt wurde", sei eine Stichwahl wahrscheinlich gewesen, so Sauter. Beutmüller selbst hingegen war "optimistisch gewesen", wie er erklärte: "Ich bin fest von einem ersten Wahlgang ausgegangen".

Reinhard Badke zeigte sich nüchtern: "Das erste Etappenziel ist erreicht. Mehr als 50 Prozent der Bürger denken über einen Amtswechsel nach, das ist die Botschaft und ein Signal." Viele hätten nicht gedacht, dass er eine Stichwahl erreichen werde, gab sich Badke optimistisch für den 18. Juli.

Guido Berning wünschte Badke "alles Gute, ich hoffe, dass er die Stichwahl gewinnt". Mit seinem eigenen Ergebnis habe er keine Probleme, so Berning, er habe eine Menge Erfahrungen sammeln könne. Georg Kaltner sah sein Ergebnis als "Erfolg, wenn man bedenkt, dass wir mit der Gründung unseres Ortsvereins in drei Monaten von null auf hundert gekommen sind".

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