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Gemeinderat

22.11.2019

Biogasanlagen-Betreiber müssen aufrüsten

Zwei Landwirte errichten jetzt in Laugna und Bocksberg Blockheizkraftwerke. Auch die Musikschulbeiträge sind Thema

Zwei Biogasanlagenbetreiber haben beantragt, ein weiteres „Blockheizkraftwerk in einem Container zur bedarfsgerechten Stromerzeugung“ aufstellen zu dürfen. Eine Anlage liegt am Marzelstetter Weg in Bocksberg, die andere am Sagfeld in Laugna. Bürgermeister Johann Gebele erläuterte in der Laugnaer Ratssitzung am Mittwoch: „Die Bemessungsleistung bleibt dieselbe.“

Konkret geht es darum, dass der Staat fordere, dass die Stromerzeugung flexibler wird, erklärte der anwesende Landwirt Andreas Langenmair. „Deshalb brauchen wir einen Motor mit dreifacher Leistung, was ich vor einem Jahr noch nicht wusste.“ Dabei darf nicht mehr Strom ins Netz eingespeist werden als bisher. Der soll aber genau dann zur Verfügung stehen, wann er gebraucht wird. Und deshalb lagen nun zwei Anträge von verschiedenen Betreibern nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vor, um einen Container zu bauen, in dem der zusätzlich benötigte Motor Platz finden soll. Bürgermeister Gebele sagte zu Langenmair: „Es wäre schön, wenn wir die Abwärme auch nutzen könnten.“ Nachdem ein anderer Anbieter in Bocksberg ein Wärmenetz aufgebaut hatte, waren vor ein paar Jahren die schon laufenden Planungen hinfällig. Der Landwirt bestätigte, dass Überlegungen laufen.

Ein Bocksberger Bürger hatte außerdem den Antrag gestellt, den Marzelstetter Weg mit einem 40-Tonner befahren zu dürfen. Hier sind nur Fahrzeuge mit zwölf Tonnen Gesamtgewicht zugelassen. Der Berufslastkraftwagenfahrer und seine Frau, die denselben Beruf ausübt, möchten ihr Fahrzeug daheim abstellen können, wenn dies die Fahrtroute erfordert. Andreas Langenmair, dessen Biogasanlage am Weg liegt, bestätigte dem Antragsteller: „Er fährt langsam und vorbildlich – und nicht sehr oft.“ Nach Zustimmung des Gremiums bekommen beide jeweils eine Karte, die sie bei Kontrollen vorzeigen können. Die kosten dem Antragsteller pro Person und Jahr 40 Euro, die unterste Grenze in vergleichbaren Fällen in anderen Gemeinden.

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Für die Musikschule Wertingen, besser gesagt für die insgesamt 47 Musikschüler, die in Wertingen unterrichtet werden, gewährt die Gemeinde Laugna insgesamt 7614 Euro Zuschuss. Das sind 13,50 Euro pro Kind und Monat im Schuljahr 2019/20. Auch wenn manche mehrere Instrumente lernen, wird der Betrag nur einmal ausbezahlt, so wie das auch schon in den vergangenen Jahren gehandhabt wurde. Nur lag der Zuschuss da bei zwölf Euro. In einer vorhergehenden Sitzung hatten die Räte zugesagt, beim nächsten Antrag über eine Erhöhung zu beratschlagen. Sie wollten keine regelmäßige pauschale Erhöhung um einen bestimmten Prozentsatz, sondern jährlich neu entscheiden, je nachdem, welche Begründung für eine Erhöhung vorliegt. Der Sprung auf 17,50 Euro pro Kind und Instrument, wie beantragt, war den Räten dann aber doch zu groß. Die nun gewährte Erhöhung gilt auch, wenn der Musikverein Laugna-Bocksberg den entsprechenden Zuschuss beantragen wird.

Der Antrag zum ersten Tagesordnungspunkt wurde zurückgezogen. Es ging um eine Befreiung, ein Fertighaus 80 Zentimeter höher bauen zu dürfen, als es der Bebauungsplan am Schlehlefeld in Osterbuch zulässt. Die Befreiung hätte der Antragsteller nicht bekommen. Wie Bürgermeister Gebele erläuterte, müsste der Bebauungsplan wegen des letzten zu bebauenden Grundstücks geändert werden, und bei vorhergehenden Anträgen sei dies immer abgelehnt worden.

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