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27.07.2010

Blick in eine Schreibwerkstatt

Blick in eine Schreibwerkstatt

Lauterbach/Höchstädt In diesem Jahr will Irma Krauß keine Lesereisen mehr unternehmen. Die Autorin will ihre Zeit vielmehr nützen, um ein Buch für Erwachsene zu schreiben. Das ist dann ihr zweites. Das erste Buch, mit dem sie erwachsene Literaturfreunde ansprach, war "Das Ungeheuer". Es war ihr erstes Buch überhaupt.

Dies und anderes erfuhren die Buben und Mädchen der achten Klassen der Höchstädter Volksschule, als die in Lauterbach lebende Autorin - auf Vermittlung von Büchereileiterin Maria Hergöth - im Theaterkeller zu Besuch war. Doch zunächst las Irma Krauß, die sich mit ihren Jugendbüchern schon lange einen Namen gemacht hat, aus "Das Wolkenzimmer", einem Roman, dessen Handlung im Jahr 1942, der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft, seinen Anfang nimmt. Ein jüdischer Junge, zehn Jahre alt, rettet sich in Nördlingen auf den Daniel und wird vom Türmer versteckt. Todesgefahr besteht für beide. 60 Jahre später flüchtet ein junges Mädchen auf den Turm - um sich hinunterzustürzen. Der 70 Jahre alte Türmer nimmt sich ihrer an, denn auch für ihn war der Daniel einst die Zufluchtstätte. Irma Krauß hatte eine aufmerksame Zuhörerschaft, ganz sicher auch deswegen, weil die Nazi-Zeit in den achten Klassen zuvor besprochen worden war.

56 Bücher sind bereits erschienen

Der Roman "Das Wolkenzimmer" ist für Irma Krauß das "schönste und wichtigste Buch". Das verriet sie, als die Buben und Mädchen mit ihren Fragen zum zweiten Teil der Lesung überleiteten; sie wollten einfach etwas aus der Schreibwerkstatt ihres Gastes wissen. Seit 20 Jahren schreibt Irma Krauß, 56 Bücher sind bereits erschienen.

Blick in eine Schreibwerkstatt

Für den September kündigte sie das nächste Buch an, Glücksgift heißt es und es ist ein Psychothriller. "Ich hatte einfach Lust, mal etwas anderes auszuprobieren", so die Autorin. Und nun soll eben ein Buch für Erwachsene folgen, das zweite überhaupt für den Kreis der "Älteren".

Über 50 Bücher in zwei Jahrzehnten, das zeugt von einer außergewöhnlich großen Produktivität. Da konnte schließlich die Frage nach den Verdienstmöglichkeiten nicht ausbleiben. Irma Krauß beschönigte nichts: "Man verdient saumäßig schlecht", sagte sie. (wz)

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