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Fleckviehzuchtverband

28.04.2017

„Blüte“ aus Roggden macht das Rennen

Der erfolgreichste Aussteller aus dem Landkreis war Otto Kanefzky aus Roggden. Dafür erhielt er die silberne Züchtermedaille der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter. Im Bild (von links) Maximilian Putz vom Landwirtschaftsministerium, Landesverbandsvorsitzender Georg Hollfelder, Otto Kanefzky, Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml und Zuchtverbandsvorsitzender Georg Kraus.
Bild: Wiedenmann

Bei der Jubiläumsschau in Wertingen präsentierten viele heimische Züchter ihre Tiere

Der 1897 gegründete Zuchtverband für das Schwäbische Fleckvieh Wertingen feierte vor Kurzem sein 120-jähriges Bestehen. Die Veranstaltung war kombiniert mit dem Bayerischen Jungzüchtertreffen (wir berichteten). Aus allen Landkreisen des Zuchtgebietes waren Ausstellungstiere vertreten.

Insgesamt gingen bei der Tierschau, die Zuchtleiter Wiedenmann als „Champions-League“ der schwäbischen Fleckviehzucht bezeichnete, 65 Spitzenkühe an den Start; zudem gab es eine Eliteauktion mit zehn Tieren. Aus dem Landkreis waren sieben Zuchtbetriebe mit acht Kühen vertreten. Bei den Jungkühen gingen die Gruppensiege an Familie Kraus aus Deubach, (Wiscona-Tochter „Gilly“ und Williams-Tochter „Geli“) sowie an Monja Dreger, Egermühle, mit Watt-Tochter „Gaby“. Konrad Steinle aus Buggenhofen war mit Manigo-Tochter „Moriel“ zweitplatziert, drittplatziert war Tobias Redel aus Pfaffenhofen mit Wildwest-Tochter „Bona“.

Stefan Seitz aus Rettenbergen wurde Doppelsieger mit den beiden Zweitkalbskühen „Afrodit“ (V: Waldbrand) und „Koralle“ (V: Rosenthal). Michael Eberle aus Mörslingen errang mit der Zocker-Tochter „Galoch“ einen zweiten Platz. In der nächsten Altersgruppe machte Otto Kanefzky aus Roggden mit der Romboss-Tochter „Blüte“ das Rennen. Andreas Böhm aus Oppertshofen war bei den Altkühen mit der MicMac-Tochter „Milkiway“ vor Thomas Thorwart aus Fremdingen mit Weil-Tochter „Linda platziert. Auch bei den natürlich hornlosen Kühen ging der Sieg mit der Obi-Tochter „Hotbabe“ an die Zuchtstätte Böhm.

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Ganz spannend wurde es bei der Wahl der Gesamt-Champions der drei Altersgruppen. Am Ende hatten zweimal der Betrieb Kraus, Deubach und einmal der Betrieb Böhm, Oppertshofen die Nase vorn.

Zum Königinnentreffen kam es bei der eindrucksvollen Präsentation der Dauerleistungskühe, die allesamt bereits über 100000 Kilo Lebensleistung erbracht haben - waren doch unter ihnen die amtierende „Miss Bayern“ (Siegerin beim Zentrallandwirtschaftsfest 2016), die Zehntkalbskuh „Lie“ von Erich Landwehr, Gurrenhof und die älteste bayerische Kuh in der Milchleistung „Liebe“ vertreten. Diese Ausnahmekuh hat bei 19 Kalbungen 23 Kälber geboren und wird in einigen Monaten 22 Jahre alt. So wunderte es nicht, dass die Besucher ihr stehenden Applaus zollten. Die Tierschau wurde bereichert durch Nachzuchtgruppen der aktuellen Besamungsbullen „Williams“ (Besamungsstation Höchstädt) und „Walfried“ (Besamungsstation Bayern-Genetik), die beide sehr gut gefielen. Bei der Jubiläumstierschau gab es auch mehrere Ehrungen: Besonderer Höhepunkt war die Verleihung der Bayerischen Staatsmedaille an Vorsitzenden Georg Kraus für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken. Die Ehrung übernahm Maximilian Putz vom Landwirtschaftsministerium in Vertretung von Staatsminister Helmut Brunner.

Der bis vor Kurzem amtierende Zweite Vorsitzende Karl Hörbrand wurde aufgrund seiner herausragenden Verdienste zum Ehrenmitglied des Zuchtverbandes ernannt.

Weitere Ehrungen galten den Gründungsmitgliedern Leonhard Mayer und Alexander Wiedemann beide aus Untermedlingen, Peter Gerstlauer aus Edelstetten-Marbach, sowie Hans-Ulrich Unseld aus Steinheim (Kreis Neu-Ulm). (pm)

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