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17.02.2020

Brauchen wir für alles Trinkwasser?

Qualitativ hochwertiges Wasser hat seinen Preis.
Bild: Bernhard Weizenegger

Mit dem Wasser aus der Leitung bekommen wir ein bestens kontrolliertes Lebensmittel, das seinen Preis hat.

Wasser abkochen, das Chlor schon beim Aufdrehen des Wasserhahns riechen. Damit sind derzeit unter anderem die Bürger in Donauwörth und Gersthofen konfrontiert. Und das kennen auch Buttenwiesens Einwohner nur allzu gut.

Damit soll in Zukunft Schluss sein. Ein neuer Hochbehälter in Oberthürheim soll endgültig Abhilfe schaffen. Sein Preis – fast vier Millionen Euro – scheint immens hoch, seine Qualität ebenfalls. Und der Wasserpreis für die Bürger muss unausweichlich nachziehen. Zwei Euro werden 1000 Liter Wasser ab Januar 2021 in Buttenwiesen kosten. Dazu kommt der Preis fürs Abwasser, der noch höher liegt.

Zwei Euro für 1000 Liter sauberes Trinkwasser sind eigentlich nichts. Selbst wenn es – samt Abwasserkosten – vier oder fünf Euro kostet, ist das gut zu verkraften. Für Wasser, das wir genussvoll trinken, das unseren Körper durchfließt, uns womöglich reinigt und stärkt und nach der Ausscheidung wieder im Kanalsystem landet.

Brauchen wir für alles Trinkwasser?

Doch wie viel Liter des abgerechneten Trinkwassers trinken wir tatsächlich? Wie viel davon fließt dagegen für die Klospülung durch die Rohre? Wie viel läuft erst mal ungenutzt durch die Leitungen, bis es die passende Temperatur hat? Wie viel Wasser verwenden wir fürs Autowaschen und Hofreinigen – super sauber mit Hochdruckreiniger? Für das Besprengen von Rasen und Blumenbeeten?

Klar ist, dass wir Wasser brauchen und gerne den Luxus eines ausreichenden Wasservorrats in Deutschland nutzen. Doch muss es wirklich hochkontrolliertes reinstes Trinkwasser für alles sein?

Natürlich können wir alle bei uns selbst anfangen, Wasser einsparen und Regenwasser für den Garten verwenden. Gleichzeitig wären Systeme wünschenswert, mit denen zwischen reinem Trinkwasser und sauberem Gebrauchswasser getrennt werden kann. Noch fehlen diese – zumindest für die Versorgung einer ganzen Kommune samt entsprechender Abrechnung.

Doch vieles hat mit einer Idee angefangen. In Buttenwiesen wurde zumindest bereits öfter darüber diskutiert. Ein guter Anfang!

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