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03.06.2009

Claudia Roth und ihr Bad in der Menge

Höchstädt Zwischen Würzburg, Donauwörth, Augsburg und München schiebt die Bundesvorsitzende des Bündnis 90/Die Grünen Claudia Roth einen Aufenthalt in Höchstädt ein. Es ist Wahlkampf. Am Sonntag ist Europawahl, doch die Vollblutpolitikerin predigt weniger Wahlkampfparolen, sondern lässt einfach ihren Charme spielen. Das AWO-Seniorenzentrum steht auf dem Programm.

Beherzt nimmt sie sich für die Rentnerinnen und Rentner Zeit, die bei Kaffee und Kuchen verzückt das Treiben der quirligen Frau verfolgen. Sie streichelt ein bisschen die Seele der älteren Mitbewohner, erkundigt sich interessiert nach Ausflügen und dem Speiseplan der Einrichtung. Aber sie hat auch etwas zu erzählen. Etwa, dass ihre Tante Friedel, also die jüngste Schwester ihrer Großmutter väterlicherseits, Friedel Fischer, in Höchstädt gelebt hat. "Als ich ein Kind war, haben wir öfter sonntags einen Ausflug hierher gemacht", erinnert sie sich.

Heimleiter Manfred Maneth begrüßt Claudia Roth, genauso wie Bundestagskandidat Albert Riedelsheimer, die Kreisvorsitzenden Bettina Merkl-Zierer (Dillingen) und Ursula Kneißl-Eder ( Donauwörth) sowie Kreisrat Gerhard Schweiger. 114 Heimbewohner würden derzeit in der Einrichtung leben, berichtet er. 90 Mitarbeiter zähle die Arbeiterwohlfahrt im Seniorenzentrum, davon wären 60 in der Pflege beschäftigt. Maneth berichtet über die neuesten Entwicklungen. Etwa über die Bewertung der Häuser, die ab 2010 im Internet veröffentlicht werden. "Ich würde mir wünschen, dass man zumindest einen Tag vorher Bescheid bekommt. Aber die Kontrollen erfolgen ohne Anmeldung", sagt er. Außerdem seien die Kosten nicht über die Pflegesätze gedeckt. Maneth: "Der Träger muss immer noch etwas drauflegen." Dieses Problem müsse nach der Bundestagswahl im September dringend angegangen werden, entgegnet Claudia Roth. "Es müssen genügend Mittel zur Verfügung gestellt werden", sagt sie.

Eine Heimbewohnerin wünscht, dass Fahrten übernommen werden würden. "Ich kann nicht mehr laufen. Ich bin aber in keiner Pflegestufe und muss deshalb meine Fahrt zum Arzt selber zahlen", erklärt sie.

Aufmerksam hört die Bundesvorsitzende zu, drückt hie und da einen Rentner und verteilt so manches Kompliment. "Sie haben aber einen schönen Hut an. Der gefällt mir", sagt sie und strahlt.

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