Da ist der Wurm drin!

Da ist der Wurm drin!
Kommentar Von Hertha Stauch
12.10.2018

Schon wieder eine Verunreinigung im Buttenwiesener Trinkwasser. Aber die Gemeinde tut ihr Möglichstes, um dem Problem Herr zu werden.   

Da ist der Wurm drin! Sprichwörtlich hat sich in der Trinkwasserversorgung Buttenwiesen einer eingeschlichen, der da nicht hingehört. Ein Würmchen in der Wasserkammer des Hochbehälters hat den Buttenwiesenern wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sapperlot, das ist ärgerlich und richtiges Pech für eine Gemeinde, die sich seit Monaten, ja Jahren, um ihre veralteten Versorgungseinrichtungen den Kopf zerbricht. Veraltete Brunnen und Hochbehälter und vergebliche Suche nach einer neuen Trinkwasserquelle beschäftigen den Gemeinderat und Experten immer wieder. Die Beigabe von Chlor ist ein notwendiges Übel, das als kurzfristige, unumgängliche Lösung bei Verunreinigungen herhalten muss.

Dabei ist es verständlich, wenn sich die Menschen ärgern, weil der Kaffee nicht schmeckt und es halt einfach Umstände macht, sich gutes Wasser dann aus dem Supermarkt zu besorgen.

Trotzdem: Der Gemeinde einen Vorwurf zu machen, wäre zu kurz gegriffen. Technische Einrichtungen kommen nun einmal irgendwann in die Jahre – und die Buttenwiesener laborieren schon lange daran. Auch wenn die Geduld der Bewohner strapaziert wird – das Thema wird in Verwaltung und Gemeinderat sehr ernst genommen und nachhaltige Lösungen einer schnellen vorgezogen. Deshalb wohl dauert es – baldige Veränderungen sind ja in Sicht.

Das Thema dient aber auch dazu, sich bewusst zu machen, wie kostbar Wasser ist und welche Investitionen für eine gute Trinkwasserqualität notwendig sind. Ein Liter Wasser kostet in Buttenwiesen momentan nur 0,154 Cent. Das ist sehr wenig. „Wir kommen an einer Erhöhung nicht vorbei“, hatte Bürgermeister Hans Kaltner im WZ-Sommerinterview angekündigt. Die Buttenwiesener sollten sich darauf einstellen.

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