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Binswangen

06.06.2018

Damit die Erinnerung in Binswangen wach gehalten wird

„Inzwischen ist viel passiert im Dorf, manches müsste außerdem nachgebessert werden.“Karl Öhlschläger hat 1982 das Heimatbuch „Binswangen, lebendiges Zeugnis reicher Vergangenheit verfasst. Im Juni-Gemeinderat war das gleich zweimal Thema.

Der Platz für die Gedenktafel an Karl Öhlschläger ist gefunden. Auch das von ihm verfasste Heimatbuch rückt wieder in den Fokus. Welchen neuen Namen der Wanderweg bekommt.

In der Binswanger Schule wird bald eine Gedächtnistafel an Karl Öhlschläger hängen. Richard Mayr und Helmut Storr hatten den Antrag gestellt, der bereits in der Februarsitzung des Gemeinderats diskutiert wurde. Daraufhin bildete sich dann eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus jeder der vier Gruppierungen Binswangens. Ratsmitglied Roland Karl stellte das Ergebnis vor, dem der Gemeinderat auch zustimmte. Demnach soll die Gedenktafel für Karl Öhlschläger, der als Lehrer und letzter Schulleiter in der Binswanger Schule gewirkt hat, auch dort ihren Platz finden. Darauf soll auch stehen, dass er das Heimatbuch „Binswangen – lebendiges Zeugnis reicher Vergangenheit“ geschrieben hat. Dieses bekommen die Drittklässler seit ein paar Jahren nach der Erstkommunion vom Friedens- und Heimatverein. Mit der Erinnerungstafel, die an einem Platz hängen soll, wo Schüler, Lehrer und Besucher der Schule auch ständig vorbeikommen, soll die Erinnerung wachgehalten werden.

Sollten weitere Anträge für Gedenktafel verdienter Binswanger kommen, könnten diese ebenfalls an deren Wirkungsstätte angebracht werden. Das wird dann jedoch im Einzelfall entschieden.

Die Erinnerungstafel soll hochwertig gestaltet werden, ein einfacher Bilderrahmen ist nicht geplant.

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Anschließend sprach Ratsmitglied Reiner Bühler das Binswanger Heimatbuch von Karl Öhlschläger an, das bereits 1982 verfasst wurde. „Inzwischen ist viel passiert im Dorf, manches müsste außerdem nachgebessert werden.“ Auch wenn die Gemeinde noch viele Exemplare vorrätig hat, waren die Räte und Bürgermeister Anton Winkler dem Vorschlag gegenüber offen. Der Bau der Gemeindehalle am Sportplatz und die Restaurierung der Synagoge sind nur zwei Beispiele dessen, was sich inzwischen getan hat. Reiner Bühler wird sich erst einmal erkundigen, was es kostet, die Seiten des bisherigen Buchs einzuscannen, die dann digital bearbeitet werden und um einen Anhang ergänzt werden könnten.

Der Kindergarten war ebenfalls Thema der Ratssitzung. Genauer gesagt der Haushalt 2018, bei dem ein Defizit von 28381 Euro ausgewiesen ist. Die Kirchenstiftung St. Nikolaus ist Träger des Kindergartens, die Gemeinde trägt 80 Prozent des Defizits, das entspricht 22705 Euro. Zurzeit besuchen 47 Kinder die Einrichtung, davon elf Krippenkinder unter drei Jahren und eines mit Migrationshintergrund. Wie schon die vergangenen Jahre erhöhte sich die Zahl im Lauf des Kindergartenjahrs. Im September waren erst fünf, ab Dezember sechs Krippenkinder angemeldet. Der Anstellungsschlüssel liegt bei 10,02.

Weiterhin stimmte das Gremium einem Tekturantrag zu, der nötig geworden war, weil die Firma Kiesa die Erschließung des betreffenden Geländes im Donauried zwischen Höchstädt und Binswangen ändert. Durch einen weiteren Zufahrtsweg wird der südliche geplante See zweigeteilt. Wie bereits im März beim ursprünglichen Antrag stimmten die Binswanger auch der Änderung zu.

Nächster Punkt: Der Friedens- und Heimatverein hat sich das Ziel gesetzt, den Wanderweg rund um Binswangen im Herbst zu eröffnen. Dies erklärte Ratsmitglied und Vereinsvorsitzender Reiner Bühler. Donautal Aktiv wird die entsprechenden Hinweisschilder anfertigen. Der bisher angedachte Name „Keltenweg“ wurde auf Anregung des Verbands allerdings verworfen, nachdem es schon viele Wege dieses Namens gibt. Der Weg soll künftig „Drei-Täler-Blick“ heißen, weil er entlang der Runde den Blick aufs Donau-, Laugna- und Zusamtal ermöglicht.

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