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Jung-Gesellen

07.10.2017

Das Handwerk hat Zukunft

„Wenn ich Holz in die Hand nehme, dann wird was draus.“Alexander Gumpp, Obermeister der Zimmerer-Innung im Landkreis Dillingen (links), und Roman Bayer, stellvertretender Obermeister der Bauinnung (rechts), gratulierten den Jung-Gesellen zu ihrem Berufsabschluss. Die Innungsbesten (von links): Maximilian Eggert, Markus Maier, Alessandro Sabella und Michael Stang.
Bild: Brigitte Bunk

25 Auszubildende aus dem Landkreis sind jetzt freigesprochen. Die Erfolgschancen für sie sind bestens

Alessandro Sabella hatte einen guten Grund, Zimmerer zu werden. So nimmt er auch mit strahlendem Gesicht die Auszeichnung als Innungsbester entgegen. Zusammen mit Michael Stang ehrten ihn Alexander Gumpp, Obermeister der Zimmererinnung im Landkreis Dillingen, und Roman Bayer, stellvertretender Obermeister der Bauinnung. Für den Jung-Gesellen ist klar: „Wenn ich Holz in die Hand nehme, dann wird was draus.“ Die Gemeinschaft, das Arbeiten im Team mache ihm viel Freude. Außerdem sei der Ausblick hoch oben vom Dach schon der Hammer. Dann sagt er dasselbe wie Maximilian Eggert, der zusammen mit Markus Maier als Innungsbester bei den Maurern geehrt wurde: „Wenn ich fertig bin mit der Arbeit, sehe ich, was ich geleistet habe.“ Maximilian Eggert fügt hinzu: „Wenn ich dann irgendwann mit meinen Kindern vorbeifahre, kann ich sagen, dieses Haus habe ich gebaut.“

Markus Maier hat noch einen Grund zur Freude. Er darf das Azubi-Auto „Bester Lehrling des Monats“ drei Wochen fahren.

Im Waldgasthof Bergfried fand die gemeinsame Freisprechungsfeier der Bau- und der Zimmerer-Innung im Landkreis Dillingen statt, die von der Tanzlmusik Osterbuch musikalisch umrahmt wurde. Dabei nahm Obermeister Alexander Gumpp die Freisprechung von 13 Maurern, elf Zimmerern und einem Fliesenleger vor. Auch im Namen des erkrankten Obermeisters der Bauinnung, Ulrich Reitenberger, gab Alexander Gumpp den Junghandwerkern mit auf den Weg, dass sie sich immer weiterbilden und die Lehrgänge und Schulungen wahrnehmen sollten, auf die sie ihre Firmen schicken. So bleiben sie mit ihrem Wissen am Puls der Zeit und haben beständigen Erfolg und Freude in ihrem Beruf. Großer Dank von allen Seiten ging an die Eltern, die hinter der Berufswahl ihrer Kinder stehen, und an die Firmen, die ausbilden, auch wenn das nicht immer einfach sei.

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„Sie haben sich gut und richtig entschieden“, betonte der CSU-Landtagsabgeordnete Georg Winter und ergänzte, dass sie zu einer Rarität geworden seien, weil die Firmen nicht so viele Lehrlinge bekommen, wie sie bräuchten. Praxisleute würden gebraucht, die gestalten, verändern und umbauen können.

Auch Johann Häusler, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, sieht die berufliche Bildung als Basis. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen hätten die hier Freigesprochenen die große Chance, dauerhaft beschäftigt zu sein.

Häusler verwies auf die Studierenden an den Universitäten, die keine Studiengebühren zahlen müssen. Festredner und Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier ist überzeugt: „Das Handwerk hat gewaltig Zukunft.“ (pm)

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