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16.01.2015

Das Kreuz mit der Kreuzung

Die Kreuzung der Staatsstraße 2027 und der Kreisstraße DLG 2 in Zusamaltheim soll ausgebaut werden. Auch ein Kreisverkehr steht zur Debatte. Das Gebäude vorne rechts, welches der Gemeinde gehört, muss bei einem Ausbau abgerissen werden.
Bild: Günther Herdin

Der Knotenpunkt in der Mitte von Zusamaltheim soll wegen der Sicherheit der Fußgänger umgestaltet werden

Von Günther Herdin

Nein, mit dem viel befahrenen Stachus in München kann die Kreuzung der Staatsstraße 2027 und der Kreisstraße DLG 2 in Zusamaltheim sicherlich nicht verglichen werden. Zu unterschiedlich ist an beiden Orten das jeweilige Verkehrsaufkommen. Und dennoch hat gerade für die Zusamaltheimer Bevölkerung die Verkehrsituation in ihrem Ort eine enorme Bedeutung. Insbesondere am frühen Morgen und zur Mittagszeit, wenn Kinder zur Schule und in den Kindergarten gehen oder diese Einrichtungen dann wieder verlassen. Die Überquerung der Staatsstraße 2027 birgt für sie immer wieder Gefahren. Kein Wunder, dass besorgte Eltern das Kreuz mit der Kreuzung nicht länger ertragen wollen.

Wie aber Abhilfe schaffen? Gemeinderat, das Staatliche Straßenbauamt in Krumbach sowie das Landratsamt in Dillingen sind sich einig, dass etwas verändert werden muss. Eine Machbarkeitsstudie wurde nach gemeinsamen Debatten bereits erstellt. Herausgekommen sind dabei zwei mögliche Varianten, die es nun in einem nächsten Schritt durch einen konkreten Entwurf durch ein externes Planungsbüro zu vertiefen gilt.

Vorausgesetzt, dass dies der Ausschuss für Kreisentwicklung in seiner Sitzung im März so entscheidet. Doch davon geht der Leiter des Tiefbauamtes im Landratsamt in Dillingen, Roman Bauer, aus. Bei der detaillierten Planung werden alle Vor- und Nachteile sowie eventuelle Bedenken von Bürgern und Experten berücksichtigt. Vieles, so Bauer, spreche derzeit für einen Kreisverkehr. Das hätten die bisherigen Gespräche und Untersuchungen so ergeben. Bürgermeister Wolfgang Grob erinnert in diesem Zusammenhang an einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats im vergangenen Jahr. Auch er, Grob, kann sich mit einem Kreisverkehr gut anfreunden. Kritiker geben allerdings zu bedenken, dass es bei einem Kreisel durch das dann erforderliche Herunterschalten von Lastkraftwagen in den ersten Gang zu einem erhöhten Lärmpegel kommen wird. Zumal es beim Verlassen des Kreisverkehrs in Richtung Wertingen bergauf geht und hier beim Anfahren besonders kräftig Gas gegeben werden muss.

Eine Alternative zum Kreisverkehr wäre eine sogenannte „Versatzkreuzung“. Diese würde bewirken, dass Verkehrsteilnehmer, die sich auf der Kreisstraße DLG 2 befinden und in Richtung Binswangen oder Bocksberg unterwegs sind, nicht auf dem direkten Weg die Staatsstraße 2027 überqueren könnten. Sie müssten zunächst circa 20 Meter auf der vorfahrtsberechtigten Straße fahren, um dann abzubiegen. Martin Hatzelmann vom Straßenbauamt in Krumbach kennt solche „Versatzkreuzungen“ bei Bachhagel und bei Limbach im Landkreis Günzburg.

Gleichgültig, auf welche Variante es hinausläuft, beide enthalten für die Verkehrsteilnehmer „klare Verbesserungen“ ist Hatzelmann überzeugt. Eine Lichtsignalanlage, sprich Ampel, sei weder bei einem Kreisverkehr noch bei einer Versatzkreuzung notwendig. Als Querungshilfen für die Fußgänger sind vier kleine Verkehrsinseln vorgesehen.

Ein Haus an der Ecke muss abgerissen werden

Voraussetzung, dass der „Zusamaltheimer Stachus“ umgestaltet werden kann, war der Erwerb eines Hauses an der südlichen Ecke der Kreisstraße. Dieses Gebäude, in dem früher unter anderem ein Lebensmittelgeschäft untergebracht war, hat die Gemeinde im Dezember 2013 erworben. Für Bürgermeister Wolfgang Grob ist klar, dass das Haus bei Baubeginn der Spitzhacke zum Opfer fallen wird. Das gesamte Grundstück ist zwischen 600 und 700 Quadratmeter groß.

„Diesen Platz benötigen wir, um hier die Kreuzung sicherer umgestalten zu können“, betont Roman Bauer. Der Leiter des Tiefbauamtes im Kreis Dillingen geht ebenso wie Martin Hatzelmann davon aus, dass spätestens 2016 die Bagger anrollen können. Als Bauherr ist vorgesehen, dass der Landkreis das Projekt federführend in die Hand nimmt, da die Maßnahme hauptsächlich mit Mitteln aus dem Topf „Kommunale Sonderbaulast“ finanziert werden soll. Die Gesamtkosten, so viel kann Roman Bauer bereits einschätzen, werden deutlich unter einer Million Euro liegen.

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