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Spielwaren

15.06.2017

Das Trendspielzeug gegen Langeweile

So sieht das aktuelle Trend-Spielzeug aus. Mit viel Schwung kann jeder die Fidget Spinner zum „Spinnen“ bringen. Im Internet kursieren bereits Videos, die coole Tricks zeigen.
Bild: Judith Roderfeld

Um Fidget Spinner herrscht zur Zeit ein großer Hype. Sie sollen Stress und Unruhe vorbeugen

Es sieht aus wie eine kleine fliegende Untertasse, die gleich in den Himmel abhebt. Ein bunter Kreisel in Hellblau, Rosa, Gelb und Grün. Nicht besonders groß und auch recht dünn – ein sogenannter Fidget Spinner. Es gibt sie in allen möglichen Farben und Größen. Manche leuchten nachts oder erzeugen verschiedene Muster und Bilder, sobald man sie dreht.

Der Hype aus den USA hat den Landkreis erreicht. Neu sind die Gadgets jedoch nicht. In den USA wird das kleine Anti-Stress-Spielzeug bereits seit einigen Jahren zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. „Fidget“ ist englisch und bedeutet so viel wie Zappelphilipp oder nervöse Unruhe. Die Spielware soll Hyperaktivität und ADHS lindern sowie Unruhe vorbeugen.

In den Geschäften sind die Spielzeuge ständig ausverkauft. Die Mitarbeiterin Rita Hochstädter von Buch und Schreibwaren Roch in Höchstädt erzählt: „Die Leute haben uns wegen der Dinger den Laden eingerannt.“

Hannah Aninger aus Dillingen konnte einen bunten Fidget Spinner ergattern. Sie wurde über Youtube auf den kleinen Handkreisel aufmerksam. Diese wiegen nur ein paar Gramm und liegen gut in der Hand. Man hält sie in der Mitte mit Daumen und Zeigefinger fest und bringt sie dann mit Schwung zum „Spinnen“. Je nach Qualität und Quantität der Kugellager können sie sich minutenlang drehen. In den äußeren Flügeln befinden sich Gewichte oder weitere Kugellager. „Momentan muss ich viel lernen und spiele nebenher immer mit dem Fidget Spinner. Ich kann mich dadurch besser konzentrieren, mir die Dinge besser einprägen“, sagt Hannah. Auch wenn sie Langeweile hat, greift sie nach dem Spielzeug. „Ich versuche zum Beispiel den Spinner auf der Nase oder Stirn zu balancieren und dabei aufzustehen.“

Im Internet gibt es mittlerweile unzählige Videos mit Tricks. Hier ein paar Beispiele:

Der Fidget Spinner wird von der einen in die andere Hand geworfen. Dabei darf die Rotation nicht stoppen. Diesen Trick kann man auch mit mehreren Fidget Spinnern gleichzeitig versuchen. Oder mit mehreren Personen.

Die Fingerfertigkeit kann man auch trainieren, indem man das Spielzeug von einem Finger zum nächsten hüpfen lässt, ohne es dabei zu verlieren.

Oder aber man balanciert den Fidget Spinner auf verschiedenen Körperteilen, nicht nur auf den Fingern. Ob Nase, Knie oder der große Zeh. Zusätzlich kann man probieren, dabei verschiedene Aufgaben oder Hürden zu bewältigen.

Man kann sich aber auch einfach selber Tricks ausdenken und mit seinen Freunden austauschen. Doch bis sie perfekt klappen, sind natürlich viel Übung und Geduld notwendig. „Es macht mir Spaß, solche Tricks zu lernen, und es ist teilweise auch eine Herausforderung“, erzählt Hannah.

„Auf jeden Fall ist es ein besserer Zeitvertreib, als ständig vor dem Smartphone zu sitzen.“

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