1. Startseite
  2. Lokales (Wertingen)
  3. Den Heimvorteil ausgespielt

Wahlen

28.09.2008

Den Heimvorteil ausgespielt

Region Wertingen - Der FC Bayern München hat sich seine Schlappe bei Hannover 96 bereits am Samstag abgeholt, für die CSU gab es dann am gestrigen Sonntag so richtig eins auf die Mütze.

Region Wertingen (her) - Der FC Bayern München hat sich seine Schlappe bei Hannover 96 bereits am Samstag abgeholt, für die CSU gab es dann am gestrigen Sonntag so richtig eins auf die Mütze. Gegenüber der Wahl im Jahr 2003 haben die Christsozialen im Stimmkreis Augsburg-Land, Dillingen knappe 16 Prozent eingebüßt. An der Wahlbeteiligung (56,04) kann das schlechte Ergebnis für die CSU freilich nicht ausgemacht werden. Denn die war gestern im Vergleich zum Urnengang vor fünf Jahren nahezu identisch. In einigen Gemeinden lag die Wahlbeteiligung sogar über 60 Prozent. Finningen schoss dabei mit 65,97 Prozent den Vogel ab. Wahlmüde zeigten sich dagegen die Bürgerinnen und Bürger aus Allmannshofen. Dort, wo auf den Höhen des Schmuttertals das Kloster Holzen wie eine Festung in die Landschaft hineinragt, ging nicht einmal jeder Zweite zum Wählen (41,63 Prozent).

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Bei jeder Landtagswahl werden die Erststimmen der Direktkandidaten in deren Kommunen ganz genau unter die Lupe genommen. Der Höchstädter Georg Winter (CSU) fuhr in seiner Heimatstadt weit weniger Prozente ein (54,82) als in manchen anderen Orten. Dagegen konnten Herbert Quis (Die Grünen), Mirjam Steiner (SPD) und vor allem Dr. Georg Barfuß (FDP) ihren Heimvorteil nutzen. Barfuß erzielte in Lauingen mit 37,65 Prozent sogar mehr Stimmen als CSU-Bewerber Georg Winter (30,15). Die 29-Jährige Mirjam Steiner holte in ihrer Heimatgemeinde Syrgenstein mit 41,84 Prozent ein Traumergebnis an Erststimmen für die SPD und lag hier hauchdünn vor dem CSU-Bewerber. Die 17,65 Prozent für Herbert Quis in Biberbach können sich zwar sehen lassen, im Vergleich zu Mirjam Steiner und Georg Barfuß fiel der Heimvorteil in der Marktgemeinde im Landkreis Augsburg jedoch nur bescheiden aus. Was man vom Direktkandidaten der Republikaner in Bächingen, Hermann Mack, nicht behaupten kann. Mit 26,43 Prozent holte er sogar jede vierte Stimme für die rechts orientierte Partei.

Die Freien Wähler, welche die großen Sieger der gestrigen Wahl in Bayern waren, hatten im Stimmkreis Augsburg-Land,Dillingen keinen Direktkandidaten nominiert. Was möglich gewesen wäre, zeigt ein Blick auf das Zweitstimmenergebnis von Holzheim. Dort war der Name von Bürgermeister Erhard Friegel zu finden. 43,85 Prozent wählten die Freien Wähler!

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren