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Dokumentation

22.04.2016

Der Aislinger Oberfeldwebel der Wehrmacht

Der Offinger Ortsteil Schnuttenbach um 1935. In seinem Dokumentarfilm spricht Thomas Majewski mit Zeitzeugen aus der Region.

„Verborgen in Schnuttenbach“ erscheint auf DVD. Darauf ist nicht nur der Film

Franz Schmid nimmt einen Orden aus seiner Vitrine. Die goldene Nahkampfnadel, die der Aislinger neben anderen Auszeichnungen und Abzeichen aus seiner Dienstzeit im Zweiten Weltkrieg aufbewahrt. Der Orden ist ein besonderer. Denn für die Verleihung im Jahr 1944 wurde der damalige Oberfeldwebel von Adolf Hitler in das Hauptquartier Wolfsschanze geladen. Die Bilder von der Ehrung, die Schmid mit Hitler zeigen, stehen auf dem Schränkchen. „Einmal im Führerhauptquartier und einmal beim Hitler selber sein, das war ja schließlich der Wunsch von so vielen Volksgenossen“, sagt Schmid. „Auf einmal steht man vor ihm und bekommt eine Auszeichnung. Das ist ein Gefühl, dass man eigentlich gar nicht beschrieben kann.“

Diese Szene stammt aus dem Dokumentarfilm „Verborgen in Schnuttenbach“ von Thomas Majewski. Der Film von 2009 hat den Goldenen Herkules des Kasseler Dokfestes gewonnen. Regisseur Majewski stammt selbst aus dem Offinger Ortsteil Schnuttenbach.

Franz Schmid aus Aislingen, der ehemalige Oberfeldwebel ist nur einer der Akteure in der Dokumentation. Die handelt vom Dorf Schnuttenbach während des Zweiten Weltkrieges. Dort wurde ein Lager für rund 400 europäische Zwangsarbeiter angelegt. Majewski spricht mit verschiedenen Zeitzeugen über ihre Erinnerungen an den Krieg.

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Am Montag, 25. April, erscheint der Film auch auf DVD und kann in den Rathäusern in Gundelfingen, Aislingen und Holzheim, bei den Raiffeisenbanken in Dillingen und Aislingen und im Filmcenter Dillingen gekauft werden. Am Sonntag, 24. April, stellt Majewski die DVD außerdem im Filmcenter Dillingen vor. Er wird dort auch Ausschnitte aus dem Bonusmaterial zeigen.

Denn zusätzlich zum Hauptfilm enthält die Doppel-DVD unter anderem einen einstündigen Film mit Schmid, der am Ende des Krieges in Offenbach stationiert war.

Darin spricht Schmid über seine Erlebnisse als Oberfeldwebel und wie er diese nach dem Krieg verarbeitete.

Insgesamt finden sich auf den beiden DVDs über sechs Stunden Bonusmaterial. Majewski hat über zehn Jahre an der Dokumentation gearbeitet und mit jedem Protagonisten mindestens eine Woche lang gedreht. Am Ende hatte er rund 300 Stunden Filmaufnahmen.

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