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Wertingen/Zusamaltheim

13.10.2017

Der Boom der Zusamtaler Babybasare

Bei Kinder- und Babysachen lässt sich auf Flohmärkten – hier der Kindersachen-Flohmarkt des Montessori-Kinderhauses in der Wertinger Stadthalle – richtig viel Geld sparen. Der Besucheransturm war am Wochenende groß. Seit 20 Jahren gibt es den Basar in Wertingen schon.

Flohmärkte für Kindersachen werden immer beliebter. Nach Meinung der Organisatoren sind Gebrauchtsachen heute für viele attraktiv geworden.

Rund um die Wertinger Stadthalle ist es am Sonntag schwer, einen Parkplatz zu finden. Überall stehen Autos und drängen sich Menschenströme zum Kinder- und Babysachen-Flohmarkt, den die Organisatoren des Montessori-Kinderhauses veranstalten. Der Andrang ist riesig, viele Besucher sind in Familiengruppen unterwegs. Die Eltern schieben Kinderwägen oder tragen Maxi-Cosi, die Kleinen kehren zumeist mit strahlenden Augen und einem neuen Spielzeug zum Familienauto zurück. Die Besucher kommen dabei teils von weit her. Neben Augsburger und Wertinger Kennzeichen entdeckt man bei den parkenden Wägen auch solche aus Aichach, Donauwörth und sogar Neuburg.

Der Basar ist ein „echter Klassiker“, wie es eine der Organisatorinnen, Anina Hirn, ausdrückt. Es gibt ihn seit mittlerweile 20 Jahren. Und er scheint jedes Jahr noch beliebter zu werden. „Heuer waren wirklich super viele Besucher da“, sagt Hirn hörbar erfreut. Sie schätzt die Besucherzahl vorsichtig auf 700.

90 Tische hatten die Organisatoren zu vergeben. Wer diese ergattert hat, war schnell. Denn nach einigen wenigen Stunden hatten die Veranstalter die Telefonleitung auch schon wieder abgeschaltet. Alle Plätze waren da schon vergeben.

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In der Stadthalle drängen sich in den gut zweieinhalb Stunden die Besucher an den Tischen vorbei, an denen alles erdenkliche Spielzeug, Kuscheltiere und sonstiges Zubehör für Babys und Kinder angeboten wird. Doch nicht nur das: Auch für werdende Eltern gibt es allerlei Nützliches – beispielsweise Umstandsmode.

Beliebig soll der Flohmarkt im Angebot aber nicht werden, sondern grundsätzlich auf Artikel für Kinder beschränkt. Doch die Organisatoren mussten bislang nur selten eingreifen. „Wir haben aber schon ein Auge darauf, dass die Anbieter entsprechende Waren verkaufen“, sagt Hirn.

Ähnlich sieht es beim ebenfalls äußerst beliebten Babysachen-Flohmarkt in Zusamaltheim aus. Auch dieser findet zweimal jährlich statt, im Januar und September. Und wie auch in Wertingen steigen die Besucherzahlen. Bianca Wagner vom Organisatorenteam glaubt, dass dieser Erfolg mit einem neuen Bewusstsein in der Gesellschaft zusammenhängt. „Viele Leute können oder wollen nicht mehr viel Geld für neues Spielzeug oder Kinderkleidung ausgeben, wenn sie bei einem Flohmarkt das gleiche für einen Bruchteil des Geldes bekommen können.“ Besonders bei Kinderkleidung sei der Qualitätsunterschied von gebrauchter zu neu gekaufter Ware oft marginal. „Die Kinder wachsen einfach so schnell aus den Sachen heraus.“

Ihre Kollegin Anina Hirn sieht es ähnlich. „Die Preisunterschiede von neu zu gebraucht sind bei Kindersachen besonders hoch“, glaubt die Wertinger Geschäftsfrau. Bei vielen Stücken könne man ohne nennenswerte Qualitätseinbußen 50 Euro und mehr sparen. Besser noch: „Ich persönlich finde ganz neue Sachen meistens gar nicht so angenehm vom Geruch und Gefühl her“, sagt Hirn.

Bianca Wagner ist überzeugt, dass sich die Kindersachen-Flohmärkte die Besucher nicht gegenseitig wegnehmen. Wer an Schnäppchen für die Kleinen interessiert sei, besuche oft übers Jahr verteilt mehrere der Basare. Auch in Zusamaltheim ist der Andrang groß, die 45 zu vergebenden Tische sind genauso begehrt wie in Wertingen.

Ein Detail ist Anina Hirn beim Wertinger Basar besonders ans Herz gewachsen. Denn eigentlich fordern die Veranstalter ein paar Euro Standgebühr von den Verkäufern. Kinder dürfen allerdings kostenlos verkaufen, und das an den besten Plätzen, vor der Halle unter dem Vordach. Dabei hat Hirn nach eigener Aussage schon rührende Szenen erlebt. „Kinder handeln mit einer ganz besonderen Leidenschaft. Wie liebevoll diese ihre alten Sachen an andere Kinder verkaufen – das wärmt einem echt das Herz.“

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