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Binswangen

24.05.2019

Der "Herrgott" hatte immer ein Auge auf Binswanger Holzbaufirma

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Pater Robin von der Pfarreiengemeinschaft Wertingen und Pfarrerin Alexandra Caspari von der Altkatholischen Gemeinde in Augsburg baten um den Segen Gottes.
Bild: Brigitte Bunk

Drei Tage lang feiert Gumpp und Maier in Binswangen mit Gästen aus der Branche und Interessierten aus der Region. Die vielschichtige Bedeutung des Holzes wird dabei klar.

Mit strahlenden Gesichtern begrüßen Alexander Gumpp und Josef Maier am Freitagvormittag die zahlreichen Gäste, die zur offiziellen Einweihung nach Binswangen gekommen sind. Die Erweiterung der Holzbaufirma ist abgeschlossen, die Lager- und Logistikhalle zieht viele Blicke auf sich, neue Lagerflächen sind entstanden, dazu eine neue Fertigungslinie sowie zusätzliche Sozialflächen und Büroräume. Für die Allgemeinheit stehen am Samstag und Sonntag ab zehn Uhr vormittags die Tore offen. Dann erklären die Mitarbeiter den Gästen, was im Betrieb abläuft. Fürs leibliche Wohl und Unterhaltung sorgen die Binswanger Vereine.

Zahlreiche Ehrengäste in Binswangen

Schon am Freitag stand die Einweihungsfeier mit zahlreichen Ehrengästen an. Dabei danken die beiden Geschäftsführer zuallererst den anwesenden Mitarbeitern, stellvertretend für alle Kollegen. Gumpp und Maier stellten klar: „Ihr seid die Grundlage und die Basis unseres Erfolgs.“ Vertreter aus Ministerien, von Verbänden, Architekten und Fachplaner, Partnerunternehmen, Lieferanten, freundschaftlich verbundene Holzbauunternehmen zollten allesamt großes Lob angesichts der Geschäftsentwicklung sowie des persönlichen Engagements. Alexander Gumpp war es wichtig zu betonen: „Wir freuen uns, dass der Herrgott immer ein Auge auf uns hatte und wir von schweren und tödlichen Arbeitsunfällen verschont geblieben sind.“ Damit das so bleibt, baten Pfarrerin Alexandra Caspari von der Altkatholischen Gemeinde in Augsburg und Pater Robin von der Pfarreiengemeinschaft Wertingen um den Segen für die Arbeit in den neuen Gebäuden. Pfarrerin Alexandra fühlt sich mit ihrer Gemeinde in der von Gumpp und Maier gebauten Kirche mit Glockenturm in Augsburg-Pfersee sehr wohl, wie sie betont. Während der Einweihung erinnerte sie daran, dass schon Jesus Zimmermann war und am Holz des Kreuzes gestorben ist. Dass aus Holz etwas Neues gemacht werde, das im Alltag der Menschen eine wichtige Bedeutung erhalte, stellte sie heraus. Dass dafür Bäume gefällt werden müssen, veranlasste sie zu einem Vergleich: „Jedes Bauwerk erinnert an die menschliche Realität, in der Lebenspläne durchkreuzt werden können.“ Die neue Lagerhalle füge sich wie das Bürogebäude optisch sehr gut in das Gesamtkonzept der Firma und das Ortsbild ein, sagt Binswangens Bürgermeister Anton Winkler. Er erläutert, dass die Firma Gumpp und Maier mit ihren rund 100 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Ort ist und betonte: „Auch in der Außendarstellung trägt „Gumpp und Maier“ mit seinen innovativen Holzbauprojekten dazu bei, dass unser kleiner Ort nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland bekannt ist.“

Landrat Leo Schrell würdigte die „enorme Leistung, den Einsatz und das Herzblut von den Geschäftsführern bis zu den Mitarbeitern“. Dass der Landkreis Dillingen so gut dastehe, sei auch Unternehmen wie diesem zu verdanken, das moderne Arbeitsplätze im Handwerk schaffe. Der Landrat würdigte auch die professionelle Umsetzung der Sieben Kapellen, die derzeit entstehen.

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In Binswangen entstehen Visionen

Peter Aicher, unter anderem Präsident des Landesinnungsverbands des bayerischen Zimmererhandwerks und Vorsitzender von Holzbau Deutschland, dankte den Geschäftsführern, dass sie sich für die gesamte Branche engagieren „und vieles mit ihren Visionen beflügeln“. Alexander Gumpp unter anderem als Obermeister der Zimmererinnung Dillingen und Vorsitzender von proHolz Bayern.

Den Festvortrag hielt Professor Dr. Stefan Winter. Alexander Gumpp bezeichnete den Ordinarius an der Technischen Universität München als „leidenschaftlichen Holzbauer ohne Scheuklappe mit Blick über den Tellerrand“. Der gab den Gästen einen kurzweiligen Einblick, warum es so wichtig sei, Holzgebäude zu errichten, die als Kohlenstoffspeicher die Umwelt entlasten. „Wer in guten Zeiten nicht forscht, macht den größten Fehler seines Lebens“, sagte Winter. Durch die Zusammenarbeit mit Gumpp und Maier könnten die Forschungen der Universität sogleich praktisch umgesetzt werden.

Auch musikalisch bot die Feier etwas Besonders: Die neu gegründete Formation des Musikvereins: Brass Bi.

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