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Entscheidung

30.10.2018

Der Villenbacher Funkmast kommt

Der Empfang für den Digitalfunk soll in Villenbach verbessert werden.
Bild: Matthias Becker

Der Mast wird nächstes Jahr an der Wengener Halde aufgestellt. Warum er genau 9,99 Meter hoch wird

Das Hin und Her um den Standort des neuen Funkmasts in Villenbach ist beendet. Mit dem Neubau an der Wengener Halde wird sichergestellt, dass das Digitalfunknetz der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in ganz Rischgau und Hegnenbach empfangen werden kann. Somit haben die Helfer der Feuerwehr, des Rettungsdienstes oder der Polizei auch in den Häusern Empfang. In Villenbach war das schon vorher der Fall. Stefan Klein vom Bayerischen Landeskriminalamt stellte in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend die Pläne für den neuen Mast mit einer Höhe von 9,99 Metern vor.

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Warum die genaue Höhe so wichtig ist? Bis zehn Meter ist das Bauvorhaben „verfahrensfrei“, es müssen keine aufwendigen und teuren Gutachten eingeholt werden. Was bedeutet, dass der Mast voraussichtlich schon Ende Frühjahr Anfang Sommer stehen wird. Gebaut wird er so, dass er auf Anfrage eines Mobilfunkbetreibers erweitert werden könnte. Wie Stefan Klein erläuterte, ist das seiner Behörde nicht wichtig, aber wenn die Gemeinde das möchte, wird sie dem nicht im Wege stehen.

Der Villenbacher Mast wird 9,99 Meter hoch

Während der langwierigen Standortsuche – die Anwohner des Postwegs wollten nicht, dass weitere Antennen auf dem Mast in ihrer Straße angebracht werden, wir berichteten – stellte sich heraus, dass durch diesen Standort auch der Mobilfunkempfang verbessert werden könnte. Die Telekom, welcher der Mast im Postweg gehört, wollte sich allerdings nicht am Bau eines neuen Masts beteiligen. Und der Anbieter Telefonica O2 hat bereits einen eigenen Mast, nicht weit entfernt vom neuen Standort. Sich an dem zu beteiligen, war für das Landeskriminalamt aber keine Option, wie Stefan Klein erläuterte. Unter anderem ist durch den Bewuchs die Sicht nicht frei, was bedeutet, dass das Richtfunksignal nicht uneingeschränkt übertragen werden kann. Der weitere Tagesordnungspunkt zum Thema Mobilfunkmast am Postweg wurde abgesetzt, wie Bürgermeister Werner Filbrich mitteilte, weil der Referent verhindert war. Weitere Themen, die im Rat besprochen wurden:

Der Villenbacher Funkmast kommt

Abwasser: Ab Jahresanfang 2019 tritt die neue Entwässerungssatzung in Villenbach in Kraft. Der Grundbetrag bleibt, allerdings ändert sich unter anderem der Preis pro Kubikmeter Abwasser auf 2,65 Euro. Bisher lag er bei 2, 49 Euro.

Baugebiet: Bürgermeister Werner Filbrich zeigte sich begeistert, wie viele Interessierte zur Vorstellung des geplanten Baugebiets ins Bürgerhaus Rischgau gekommen waren. Wie Ratsmitglied Dieter Meißle erläuterte, steht bei den jungen Leuten die Entscheidung an, ob sie wegziehen müssen oder in Rischgau bleiben. Wichtig war Filbrich, dass ein Landwirt, dessen Grundstück für das Baugebiet gebraucht wird, nicht gleich abgelehnt hat zu verkaufen. Allerdings lässt dieser erst einmal prüfen, ob sein Hof durch das Baugebiet beeinträchtigt werden könnte. Bekommt die Gemeinde das Grundstück, können nach Filbrichs Schätzungen auf 7700 Quadratmetern neun Bauplätze entstehen. Auch ein Weg, der die Erschließung weiterer Bauplätze ermöglicht, soll eingeplant werden.

Zuschuss für die Wertinger Musikschule

Eine Bauvoranfrage an der Hauptstraße in Villenbach lehnte der Rat ab. Der Bauherr wollte sein Haus mit einer Dachneigung von 30 Grad bauen, der Kniestock sollte 1,60 m hoch sein. Filbrich zeigte Fotos der benachbarten Häuser, die allesamt ein steileres Satteldach haben. Das Gremium war sich einig, dass der Kniestock höchstens einen Meter hoch sein darf. Bei einer weiteren Voranfrage war das Gremium einverstanden und gibt sie zur weiteren Überprüfung ans Landratsamt weiter. Der Eigentümer möchte das landwirtschaftliche Anwesen neben der Kirche in Riedsend verkaufen, vorher aber abklären, ob dort Wohnungen gebaut werden können. Zustimmung fand auch der Bauantrag auf Errichtung eines Carports in Beuren.

Freuen darf sich die Musikschule in Wertingen, in der 17 Mädchen und Buben aus Villenbach unterrichtet werden, einmal in zwei Fächern. Pro Fach gibt die Gemeinde einen Zuschuss von neun Euro pro Monat, insgesamt 1944 Euro.

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