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Zusamaltheim

16.11.2018

Die Alte Wertinger Straße soll sicherer werden

Wie kann die sanierungsbedürftige „Alte Wertinger Straße“ in Zusamaltheim zu einer funktionierenden und vor allem sicheren Ortsstraße werden? Damit hat sich jetzt der Zusamaltheimer Gemeinderat beschäftigt.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbolfoto)

Der Gemeinderat Zusamaltheim befasst sich mit der Planung. Die Zeitschiene für die Sanierung steht fest. Ein Umstand ist ungünstig.

Wie kann die sanierungsbedürftige „Alte Wertinger Straße“ in Zusamaltheim zu einer funktionierenden und vor allem sicheren Ortsstraße werden? Damit hat sich jetzt der Zusamaltheimer Gemeinderat beschäftigt. Für die ideale Gestaltung einer Schlüsselstelle fehlt eines: Platz.

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Dass der Kanal im vorderen Bereich (Einmündung Staatsstraße 2027 bis Anwesen Böhm) hinüber ist und im Zuge der Sanierungsarbeiten auch gleich noch die Wasserleitungen der Kugelberggruppe ausgetauscht werden, steht schon seit einiger Zeit auf der Aufgabenliste der Gemeinde und findet auch in der Bürgerschaft Zustimmung. Einer umfassenden Umgestaltung mit Erneuerung der Deckschicht im hinteren Bereich (Anwesen Böhm bis Feldstraße) konnten die Anlieger hingegen bislang nichts abgewinnen.

Denn noch bis Jahresbeginn wären die Kosten nach bisheriger Rechtslage anteilig auf die Anlieger umzulegen gewesen, was bislang wenig Anklang fand. Doch nun hat die Staatsregierung die Straßenausbaubeiträge abgeschafft.

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In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte die Ingenieurgesellschaft Steinbacher Consult die Vorplanung vor und zeigte zu Beginn die Mängel auf: Aufbrüche, zum Teil fehlender Gehweg, abgekippte Bordsteine und vor allem die Tatsache, dass der bestehende Aufbau in Abschnitt eins nicht frostsicher ist, machen den Vollausbau der Straße dort unvermeidlich. Nicht eindeutig geklärt ist, ob für den zweiten Teilabschnitt (Böhm bis Feldstraße) eine Deckensanierung ausreicht, da der Aufbau zwar frostsicher ist, derzeit aber noch Aussagen zur Tragfähigkeit fehlen. Die Räte einigten sich jetzt darauf, dass Abschnitt eins als Vollausbau (145 Meter, Kosten 230000 Euro) ausgeführt werden soll und im Abschnitt zwei (127 Meter, 73000 Euro) die Fahrbahndecke saniert wird.

Zuvor hatte es erheblichen Diskussionsbedarf über die Verkehrsführung und die Frage gegeben, ob mit oder ohne und gegebenenfalls mit welcher Art Gehweg geplant wird. Denn Begegnungsverkehr im Teilbereich eins ist schon schwierig. Der ist den Räten aber wegen der Sicherheit der Fußgänger besonders wichtig. Ein Bordstein mit drei Zentimetern Höhe statt eines Trennstreifens soll künftig den Gehwegbereich von der Straße abgrenzen. So werde der Fußgängerbereich deutlicher wahrgenommen. Josef Schmalz wollte es genau wissen: „Ist der befahrbar?“, fragte er, was von den Planern im Hinblick auf die staatliche Empfehlung zwar abgeraten wurde, angesichts der tatsächlichen Verhältnisse aber als wohl unvermeidlich eingestuft wird.

Der Gehweg hat eine vorgeschriebene Mindestbreite von 1,20 Metern – bedingt durch die Anforderung von Rollatoren, Kinderwagen, Rollstühlen. Einigkeit herrschte auch bei der Frage, dass eine 30er-Zone einzurichten ist. Die bringe eine Geschwindigkeitsreduzierung, und das Parken sei dann nur noch in ausgewiesenen Bereichen zulässig. Behinderungen durch parkende Fahrzeuge seien derzeit an der Tagesordnung. Dafür werden im zweiten Teilbereich im Bereich des derzeitigen Gehwegs (östliche Seite) vier Längs-Parkplätze mit Rasenfugenpflaster entstehen.

Eine Einschränkung für Lastwagen lehnten die Gemeinderäte ab. „Die Landwirtschaft muss da durch können“, sagte Anwohner und Gemeinderat Johann Popp, „und auch die Zufahrt zu den Geschäften ist notwendig“. Die Wasserrinne im Bereich der Bäckerei wird ersetzt durch einen Bord mit Granitsteinen, der die Wasserführung übernimmt. Der Bauausschuss wird prüfen, welche Schäden dort im öffentlichen Raum im Zuge der Maßnahme behoben werden müssen. Auch die Festlegung des Bereichs wird vor Ort erfolgen.

Die Straße hat künftig im Teilabschnitt eins eine Straßenbreite von 4,75 Metern bis hin zu sechs Metern im hinteren Bereich. Ostseitig verläuft ein Sicherheitsstreifen. Weil im Bereich der Kurve Platz für eine breitere Lösung fehlt, werde auch künftig bei zwei breiteren größeren Fahrzeugen im Begegnungsverkehr gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer nötig sein, betonte Bürgermeister Wolfgang Grob.

Die Ausführungsplanung soll noch im Dezember dieses Jahres vorliegen, die Ausschreibung startet dann im Januar 2019. Je nach Witterung soll bereits im März oder April mit dem Bau gestartet werden. Läuft alles wie geplant, kann die Sanierung im November 2019 abgeschlossen werden.

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