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Die Bürger sollen bauen, was sie wollen

Die Bürger sollen bauen, was sie wollen
Kommentar Von Benjamin Reif
10.09.2020

Plus Die Zusamstadt sollte in den Wohnvierteln allein von den Bürgern gestaltet werden.

Der Zimmerer und Stadtrat Reinhold Wörle trifft in der Argumentation oft den Nagel auf den Kopf, wenn es um die Belange der Bürger geht. Auch wenn es automatisch etwas voreingenommen wirkt, wenn er im Falle der Blockhäuser ein Thema aufgreift, das eng mit seinem gelernten Beruf verbunden ist, so hat er doch vollkommen recht. Warum sollte man einen Baustil unter ästhetischen Gesichtspunkten heute noch verbieten, wenn man in anderen, wesentlichen Aspekten ohnehin längst kapituliert hat?

Manche stören sich an Fassaden in kraftvollen Farben, andere an futuristisch anmutender Architektur, wieder andere an Säulen im Eingangsbereich. Das muss ein Nachbar aber hinnehmen, es geht hier um das hohe Gut der persönlichen Entfaltung. Es ist nicht mehr zeitgemäß, in Baugebieten Vorschriften zu machen, was gebaut werden darf und was nicht, sofern es keine praktischen Bedenken gibt. Ästhetische Vorschriften werden zunehmend als willkürliche Bevormundung verstanden.

Es braucht den mutigen Schritt, den Bürgern die Verantwortung zu übertragen, wie ihre Wohnviertel aussehen sollen. Die Wertinger Stadtverwaltung sollte sich darauf beschränken, die Ortskerne in der Bebauung zu beaufsichtigen und in der Gestaltung zu reglementieren. Diesbezüglich macht sie nämlich seit vielen Jahren einen tollen Job.

Lesen Sie den dazugehörigen Artikel: Wie sollen künftig Wertingens Häuser aussehen?

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