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Gemeinderat

26.10.2019

Die Kiesgrube wird abgelehnt, das Bürgerhaus Osterbuch saniert

Die Anfrage der Fugger‘schen Stiftungen für ein Projekt mitten im Wald stößt auf große Bedenken. Viel Arbeit steht wieder am Bürgerhaus Osterbuch an.

Eine Kiesgrube im Wald zwischen Osterbuch und Affaltern, das war die Vorstellung der Fugger‘schen Stiftungen. Doch nun lehnt der Gemeinderat Laugna das Vorhaben aus mehreren Gründen ab. Zum einen wird von einer sehr hohen Verkehrsbelastung durch die LKW, welche das abgebaute Material abtransportieren, gleichzeitig aber auch wieder Auffüllmaterial über die Ortsstraßen heranschaffen, ausgegangen.

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Auch wenn der Fahrverkehr kein Einzelkriterium sei, kommt dazu, dass das Vorhaben aus Sicht des Naturschutzes nicht tragbar ist. „Der Wald ist ein anfälliges Biotop“, meint Bürgermeister Johann Gebele. Bei einer Tiefe von 20 Metern wären zusätzlich zu der geplanten rund 20 Tagwerk großen Fläche auch angrenzende Waldgebiete betroffen. Ein Beispiel dafür wäre, dass die Bäume und Pflanzen im Moment den Boden feucht halten, dieser würde trockener werden und das Gleichgewicht der Flora des Waldes stören.

Ein weiterer Kritikpunkt für die geplante Kiesgrube besteht in der langen Rekultivierungsdauer. Rund 20 Jahre, davon 15 Jahre für Ausbeutung und Befüllung und weitere fünf Jahre bis der Boden wieder einsatzfähig wäre, würde es dauern, bis das Gebiet im Naturpark „Westliche Wälder“ wieder bepflanzt werden kann. Von ungefähr 70 Jahren geht Gebele aus, bis das Gebiet wieder in seinem jetzigen Zustand wäre.

Die Kiesgrube wird abgelehnt, das Bürgerhaus Osterbuch saniert

Ein ähnliches Vorhaben hat das Landratsamt Augsburg im entsprechenden Landkreis bereits abgelehnt, auch das Landratsamt Dillingen wird das Ganze nicht zulassen, wie der Bürgermeister erklärt. Bei der Abstimmung wurde der Antrag auf „Trockenabbau von Kies und Sand“ einstimmig abgelehnt.

Die Bürgerhaus Laugna GbR stellte einen Antrag für einen Zuschuss für Schallschutzmaßnahmen, denn die alte Holzdecke im Bürgerhaus Osterbuch hallt sehr stark, was gerade bei Proben oder Konzerten des Musikvereins starke Probleme verursacht. Ein Gutachten wurde bereits erstellt, die Materialkosten für die geplante Ecophon-Decke werden sich mit Montagematerial auf rund 12700 Euro belaufen, die GbR bittet nun um einen Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 3000 Euro, was im Rat ohne Gegenstimmen angenommen wurde. Abgesehen davon plant die Bürgerhaus Laugna GbR, das Gebäude allgemein zu sanieren. So sollen die Böden im Saal und Gästeraum geschliffen werden und ein neuer Außenanstrich vorgenommen werden.

Von den zwei Bauanträgen, die in der Sitzung besprochen wurden, wurden beide angenommen. Einer betraf den Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Laugnaer Asbachstraße, wo kein Bebauungsplan vorliegt, die Gemeinde, jedoch falls nötig auf Kosten des Bauherren bauplanerisch tätig werden würde. Der andere betraf den Einbau von Dachgauben in einem Wohnhaus in Osterbuch.

Keine Zustimmung fand eine Bauvoranfrage auf „Neubau einer Halle“ im Mühlwinkel in Asbach, da die Skizze des Bauherren gegen einige Auflagen verstieß. Zum einen sollte die Halle mit nur drei Metern Abstand zu nahe an der Kreisstraße gebaut werden, zum anderen würde sie sich nicht in das Gesamtbild des Areals einfügen. Ein weiteres Problem in dem Zusammenhang ergibt sich aus der Tatsache, dass der Bauherr kein Landwirt ist. Eine Privilegierung fällt also weg, ein Bebauungsplan für den Außenbereich existiert nicht.

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